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Z-ISP & ISP-Gate: Das steckt hinter den T-DSL-Zugängen

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Eine T-DSL Flatrate von freenet, Schlund & Partner oder gar einem Newcomer wie Fireline? An solche Szenarien war bis vor einigen Jahren gar nicht zu denken. Mittlerweile hat der glückliche T-DSL-Kunde allerdings die Wahl zwischen diversen Dutzend Anbietern, welche sich nicht nur im Preis, sondern auch in den dahinterstehenden Backbones unterscheiden. Diese Seite soll Einblicke in die Realisierung der T-DSL-Zugänge geben und klären, warum zum Beispiel die freenet-DSL-Flatrate von den Problemen der Tiscali-Flatrate nicht betroffen ist.

T-DSL Z-ISP und TICOC-DSL

Vor Line-Sharing, also der Übermittlung von Signalen fremder Anbieter auf fremden Leitungen (zum Beispiel T-ISDN und Q-DSL), war die einzige Lösung eines DSL-Anschlusses von einem Fremdanbieter die Installation einer separaten Telefonbuchse (TAE-Dose) - Q-DSL Kunden der ersten Stunde dürften sich an diesen Aufwand noch gut erinnern. Seit geraumer Zeit können Anbieter nun zum Bewältigen der Strecke vom Breitband PoP (Point of Presence) bis zum Kunden nachhause, das telekomeigene Produkt T-DSL benutzen und müssen damit nicht selbst in eigene Infrastruktur investieren.

Dabei unterscheidet man zwischen Anbietern, die ihre eigene IP-Plattform/Backbone besitzen und solchen, die das Backbone der Telekom mitbenutzen. Zur ersten Gruppe gehören freenet oder KAMP, welche die Datenströme ihrer Kunden in die eigenen Backbones einspeisen, von wo aus sie die Reise ins WorldWideWeb antreten. Diese Variante nennt sich T-DSL Z-ISP. Ihr gegenüber steht das Modell, welches zum Beispiel GMX nutzt, da diese kein eigenes Backbone betreiben und somit auf die Plattformen der Telekom zurückgreifen müssen. Die Bezeichnung dessen: TICOC DSL. Telefónica tritt dabei nicht als Endkunden-Provider auf, sondern verkauft seine Zugänge.

Was die Anbieter anfangs sagten

Trotz der Schwierigkeiten bei den Backbones von Telefónica und Tiscali (wir berichteten) zogen die Anbieter eine positive Bilanz und sahen große Chancen für die Zukunft: "Viele unserer Kunden bieten auf Basis dieser einzigartigen Infrastruktur eigene xDSL-Produkte an. Im Wettbewerb um die letzte Breitband-Meile sind wir also sicher stärkster Partner für Onlinedienste und ISPs. Wir gehen davon aus, daß sich die Zahl der Nutzer alternativer xDSL-Flatrates vervielfachen wird. Und das ist auch gut so.", meinte Claudia Burkhardt, Pressesprecherin der Telefónica Deutschland GmbH, Ende des Jahres 2002. Zur Frage der Kalkulation, da einige der alternativen Flatrates deutlich unter dem Preis der T-Online-Flatrate lagen, erklärte Frau Burkhardt weiter: "Wir sind der erste Carrier, der in der Fläche bezüglich T-DSL mit der Telekom interconnectiert ist" und daher "auf Grund der einzigartigen Wertschöpfungskette (zweitgrößtes deutsches Netz in Eigenverantwortung und eigene Wartungs- und Servicegroup) in der Lage, Kostenvorteile sehr schnell und kundenorientiert weiterzugeben".

In der Zwischenzeit hat sich sehr viel getan. Der Markt floriert, neue Backbones sprießen aus der Erde und neue kleine Provider drängen sich ins Getümmel. Dass dies besonders dem Endverbraucher zu Gute kommt, dürfte einleuchtend sein. Neuerdings gibt es für Provider auch die Möglichkeit, durch ein ISP-Gate zum eigenen Backbone zu kommen. Wie genau eine solche Lösung aussieht, haben wir anhand des Beispiels von tlink erklärt.

Fazit

Vom separat verlegten Anschluss bis zu T-DSL Z-ISP, TICOC und ISP-Gate war es sicherlich ein harter Weg. Doch heute können wir uns über die "Qual" bei der Wahl des zu uns passenden T-DSL-Tarifes erfreuen.

Wünschenswerter als nur die Wahl des Tarifes wäre natürlich die Auswahl aus einer ganzen Fülle von Kombinationen aus verschiedenen Anschlussanbietern und entsprechenden Zugängen. Doch auf Anbieterseite sieht es derzeit düster aus: Neben Arcor-DSL, Q-DSL und den DSL-Produkten von broadnet mediascape gibt es kaum großflächig verfügbare Alternativen, die nennenswert wären. Hier besteht eindeutig noch dringender Änderungsbedarf.
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