Powerline, das Internet über die Steckdose, wurde vor Jahren als eigenständige Alternative zu herkömmlichen Internetzugängen per
DSL,
Kabel oder
UMTS angesehen. Doch in der Praxis setzte sich die Technik nicht flächendeckend durch. Energieversorger wie RWE, E.ON, Nortel,
die Berliner BeWAG oder auch Siemens haben ihre
Powerline-Projekte wieder eingestellt und sind nicht mehr als Internetanbieter aktiv. Heute finden sich nur noch vereinzelt lokale Powerline-Anbieter wie
Vype in Mannheim oder das Angebot
piper:net der Stadtwerke Hameln.
Doch ganz ist Powerline nicht von der Bildfläche verschwunden: Innerhalb von Gebäuden bieten Powerline-Lösungen mit Hilfe von kompakten Adapter, die lediglich in die Steckdose geschoben werden müssen, eine einfache Vernetzung über das heimische Stromnetz. Die Adapter nutzen dabei eine bestehende Internetanbindung eines DSL- oder Kabel-Routers.
Powerline-Adapter werden unter anderem von AVM, devolo, Netgear, Raidsonic, D-Link angeboten. Theoretisch werden inzwischen Übertragungsraten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erreicht, in der Praxis liegen die Werte aufgrund von Störungen durch weitere aktive Geräte im Netz wie Fernseher oder eine Waschmaschine aber deutlich niedriger.