Lesezeichen, Favoriten und Bookmarks sind drei Begriffe, die ein und dasselbe bezeichnen, eine Funktion im Internetbrowser, mit deren Hilfe sich der Nutzer Internetseiten merken kann. Ein Lesezeichen hilft bei der Orientierung im Netz. Im
Web 2.0 entdecken die Lesezeichen jetzt ihre soziale Ader.
Soziale Lesezeichen
"Social Bookmarking" ist das Schlagwort, das seit einiger Zeit durch das Internet geistert. Der Begriff umschreibt nichts anderes als die Möglichkeit, die eigenen Bookmarks im Internet zu veröffentlichen. Das hat zwei ganz praktische Gründe: Einerseits kann man von jedem beliebigen Rechner auf die Lesezeichen zugreifen, andererseits sind die Lesezeichen für jeden Nutzer sichtbar.
Aber warum sollte jemand seine Bookmarks veröffentlichen? Der Grund liegt auf der Hand. Mit Hilfe sozialer Lesezeichen kann zum Beispiel ein Internetseiten-Betreiber seinen Stammlesern interessante Seiten im Netz empfehlen. Denn wer ein
Weblog besitzt, hat meist auch Stammleser mit ähnlichen Interessen, die sich über die Lesezeichen freuen. Gleichzeitig profitieren die Blogger von den Lesezeichen ihrer Leser.
Von Klassikern, Archiven und Eigenproduktionen
Natürlich muss nicht jedes Lesezeichen öffentlich einsehbar sein. Dienste wie der Social-Bookmarking-Klassiker
del.icio.us erlauben es, Lesezeichen als "privat" zu markieren. Dadurch sind sie nicht mehr öffentlich. Gleichzeitig können alle Lesezeichen mit Tags versehen werden, um das Auffinden zu erleichtern.
Es gibt drei Arten von Social Bookmarking-Diensten: Dienste, die einfach nur die Bookmarks zur Verfügung stellen, Dienste, die zusätzlich eine Kopie der hinter dem Bookmark liegenden Website erstellen und Social-Bookmarking-Software für den eigenen Webspace. Alle haben ähnliche Grundfunktionen, um die Bookmarks zu veröffentlichen, zu taggen und zu kommentieren.
Webbasierte Social Bookmarking-Dienste