Wiki-Systeme sind eine neue Form der Content-Bearbeitung im Web 2.0. Statt eines einzelnen Schreibers, der den gesamten Inhalt für einen Artikel produziert, arbeiten Wikis nach dem Gemeinschafts-Prinzip. Jeder Besucher darf beliebige Artikel erstellen und korrigieren. Das Wiki ist der Inbegriff des interaktiven Web 2.0.
Wikis werden inzwischen überall dort eingesetzt, wo eine schnelle Korrektur vonnöten ist. Das bekannteste Beispiel ist die kostenlose Online-Enzyklopädie
Wikipedia. In der Wikipedia arbeiten hunderte von Nutzern gleichzeitig an den Artikeln, erstellen, verbessern und korrigieren. Wikipedia hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissen der Welt zu sammeln. Das System ist durch die rege Teilnahme ständig im Fluss, das Schwarmwissen ersetzt das Individualwissen.
Community-Funktionen und gesammeltes Wissen
Die Wikipedia ist jedoch nur ein Beispiel. Wikis werden überall dort eingesetzt, wo viele Anwender an einem Problem arbeiten müssen, ohne sich oder einem Redakteur dabei in die Quere zu kommen. Auf Support-Websites, wie dem
Apfelwiki, genau wie auf den Internetseiten von Universitäten oder als Forum für Futurama-Fans. Eine Übersicht zahlreicher verfügbarer Wikis findet sich zum Beispiel im
Wikiindex. Dort finden sich Wikis zu fast allen Themenbereichen.
Die Wikipedia ist das bekannsteste Wiki im Web
Wikis ersetzen zudem klassische Formen der Internet-Community. Da sie über Community-Funktionen verfügen, etwa Diskussionsforen für angemeldete Anwender, werden klassische
Webforen und das Usenet zunehmend von ihnen verdrängt. Das Wissen wird nicht mehr häppchenweise auf Nachfrage serviert, sondern findet sich gesammelt im Wiki wieder.