Das Vorzeigeprojekt des sozialen Netzwerks im Web 2.0 ist Myspace.com. Der Dienst ist mit weit über 20 Millionen Mitgliedern weltweit nicht nur der größte für soziale Netzwerke, sondern auch einer der flexibelsten. Myspace-Mitglieder gehören allen Alters- und Einkommensklassen an, sind Schüler und Berufstätige, Musiker und Filmemacher, die hier ihre selbst produzierten Inhalte anbieten oder bewerben.
Datenschutz-Probleme
Vielen Anwendern scheint jedoch nicht bewusst zu sein, dass sie ihre Daten grundsätzlich einer riesigen Masse von Anwendern zur Verfügung stellen. Die Eigendynamik dieser Dienste ermöglicht eine gewisse Gier nach neuen "Freunden", wodurch sich auch augenscheinlich freundliche, in Wahrheit jedoch professionelle Datensammler als Freunde einbuchen können. Die Daten landen damit möglicherweise in falschen Händen und können missbraucht werden, zum Beispiel um falsche eBay-Accounts anzulegen oder Online-Bestellungen abzuwickeln. Auch Geheimdienste haben die Netzwerke als wunderbare Recherche-Plattform für sich entdeckt.
So viel wie nötig, so wenig wie möglich
Insofern gilt in sozialen Netzwerken das gleiche wie im Internet: Es sollten nur dort wo nötig, so wenig Informationen wie möglich angegeben werden. In sozialen Netzen ist es beispielsweise völlig überflüssig, neben dem Namen und dem Bild noch die Adresse oder Telefonnummer anzugeben. Diese kann gegebenenfalls auch persönlich übermittelt werden, wenn der Kontakt hergestellt ist. Ein solches Vorgehen schützt vor unliebsamen Überraschungen, zum Beispiel davor, dass der schon in der Mittelstufe verschmähte Liebhaber auf einmal mit Blumen vor der Tür steht.
Grundsätzlich ist die Preisgabe der Informationen jedoch ein Anwender-Problem und keine Gefahr, die von den sozialen Netzwerken ausgeht: Jeder Anwender muss selbst entscheiden, welche Daten er veröffentlicht und welche nicht. Grundsätzlich sind die sozialen Netzwerke eine hervorragende Möglichkeit, mit alten und neuen Bekannten in Kontakt zu bleiben.
Bekannte Social Networking Dienste