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Sonntag, 29.10.2006 08:01

Tschüss T-Com: VoIP per "nacktem" DSL oder Kabel

aus den Bereichen Breitband, VoIP
Im September ist der Traum von so manchem Internet-Surfer wahr geworden: die Bundesnetzagentur gab grünes Licht für entbündeltes DSL. Während die Kopplung von Telefonanschluss und DSL bislang als wesentliches Hindernis für VoIP galt, ist die Bahn nun frei für neue Paketangebote aus Breitband-Anschlüssen und Internet-Telefonie, die den klassischen Telefonanschluss vergessen machen.

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Entbündelung pusht VoIP

Längst sind es nicht mehr nur QSC und Broadnet, die "nacktes DSL" anbieten können. Seit die Bundesnetzagentur im September entschieden hat, dass die T-Com Wettbewerbern einen entbündelten Breitbandanschluss gewähren muss, präsentieren immer mehr Unternehmen Komplettpakete mit DSL und VoIP als Alternative zum klassischen T-Anschluss. Hinzu kommen die TV-Kabelnetzbetreiber, die ihre Netze zu Multimedia-Datenautobahnen ausbauen und so ebenfalls Kommunikation unabhängig vom "Rosa Riesen" über "DSL Kabel" bieten können. Wir haben die Angebote der Provider verglichen.

Die Klassiker

QSC AG Bereits ein Klassiker am Markt ist das Angebot von QSC: hier kann sich der Kunde sein Kommunikations-Paket individuell zusammenstellen. Im Tarif Q-DSL home stehen zwei Bandbreiten zur Auswahl: die Variante "2.560" bietet bis zu 2.048 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) Downstream und 512 kbit/s Upstream zum Preis von 39 Euro. Wesentlicher Vorteil ist hier die so genannte Bandbreitenoption, mit der ein Mal täglich die Geschwindigkeit in drei Stufen geändert werden kann.

Wenigtelefonierern bietet QSC den VoIP-Tarif IPfonie privat, wahlweise mit minuten- oder sekundengenauer Taktung. Telefonate ins deutsche Festnetz werden hier mit Preisen zwischen 0,90 und 2,00 Cent pro Minute abgerechnet. Die Mobilfunknetze sind ab 15,90 Cent pro Minute erreichbar. Vieltelefonierern bieten die Kölner eine VoIP-Flatrate ins deutsche Festnetz für 9,99 Euro im Monat. Je nach Verfügbarkeit erhalten Kunden bis zu vier geografische oder 032-Rufnummern oder bestehende Nummern werden zu QSC portiert. So können auch bis zu vier Gespräche parallel geführt werden, so weit die Bandbreite dies hergibt. Für ein Telefonat rechnet QSC etwa mit 128 kbit/s. Mit "Fax-to-E-Mail" können auch Faxe empfangen werden. Jedoch können keine Notrufe abgesetzt werden, 0900-Servicerufnummern können hingegen erreicht werden.
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