Dass mit der VoIP-Software von
Skype kostenlose und kostenpflichtige Telefonate geführt werden können, ist ja bereits bekannt. Neu ist allerdings, dass nun der Gesprächsempfänger von seinem Anrufer Gebühren verlangen kann. So klingelt nicht nur das Telefon, sondern auch die Kasse. Dies testet Skype zurzeit mit dem Feature "Skype Prime" in der Beta-Version für Windows.
Bei Anruf gibt's Geld
Mit Skype Prime können kostenpflichtige Sprach- und Videotelefonate abgewickelt werden. Skype-Nutzer können nun entweder eine einmalige Gebühr für den Anrufer festsetzen oder sich das Telefonat pro Minute bezahlen lassen. Das Telefonat an sich ist zunächst gebührenfrei, der Angerufene kann jedoch jederzeit eine Zahlungsanfrage ("payment request") an den jeweiligen Anrufer senden. Dieser kann sich daraufhin entscheiden, ob er der Zahlung zustimmt und das Telefonat weiterführen möchte oder nicht.
Paypal-Account erforderlich
Die Gebührenabrechnung erfolgt über das Skype-Guthaben des Anrufers. Der Empfänger erhält das Geld jedoch nicht auf sein Skype-Konto, er benötigt für den Zahlungseingang einen
Paypal-Account.
Skype weist mit dem Gebühren-Feature auch auf neue Businessmodelle hin. So könnten beispielsweise Experten ihr Fachwissen kostenpflichtig anbieten. Ein Pluspunkt sei, dass das neue Feature grenzüberschreitend zur Verfügung stehe. Andere Telefonie-Anbieter müssen für jedes Land eine eigene Rufnummer beantragen.
500 Millionen Downloads
Skype hat zudem einen neuen Rekord zu vermelden. Die Software wurde seit ihrer Veröffentlichung im August 2003 mehr als 500 Millionen Mal heruntergeladen, was sechs Downloads pro Sekunde entspricht.
Skype Prime befindet sich zurzeit noch in der Beta-Phase und kann ab der Software-Version 3.1.0.134 für Windows genutzt werden. Die Software auch für weitere Betriebssysteme bereitzustellen, sei in Planung.