Die EU-Kommission hat ein hohes Bußgeld gegen die spanische Telefónica verhängt. Der Telekommunikationskonzern muss in seinem Heimatland eine Millionenstrafe wegen Wettbewerbsbehinderung zahlen. 151,9 Millionen Euro werden fällig, weil Telefónica die eigenen Marktmacht gegenüber den DSL-Wiederverkäufern ausgenutzt haben soll.
Wettbewerber wehren sich
Telefónica hat in der Vergangenheit von seinen Wettbewerbern höhere Gebühren für Breitbandzugänge verlangt hat als von den eigenen Endkunden, so die Begründung der EU-Kommission. Dadurch habe Telefónica laut Kommission seine Wettbewerber geschwächt, ihre Marktpräsenz verringert und ihr Wachstum erschwert.
Die nationale spanische Regulierungsbehörde hatte die Preise freigegeben, daraufhin hatten France Télécom und Wanadoo geklagt. Die spanische Tageszeitung hatte im Vorfeld der Entscheidung bereits berichtet, dass Telefónica nun gerichtlich gegen die von der Kommission verhängte Strafzahlung vorgehen will.