Google sieht alles: Der Suchmaschinenbetreiber hat seinen Dienst "Web History" nun auch in deutscher Sprache gestartet. Hierzulande nennt sich der Service
Webprotokoll. Wie der Name schon verrät, protokolliert der Dienst sämtliche Internet-Aktivitäten des Nutzers.
Personalisierte Suchergebnisse
Das Webprotokoll speichert dabei alle besuchten Websites sowie die Suchanfragen, die der Nutzer über Google gestartet hat. Die gespeicherten Seiten, Videos, News oder Bilder lassen sich dann zu einem späteren Zeitpunkt nach Belieben durchsuchen. Wie bei der Chronik im Browser können die Einträge auch erneut aufgerufen und wieder gelöscht werden. Die aufgezeichneten Aktivitäten werden außerdem analysiert. So gibt der Dienst beispielsweise an, welche Websites der Nutzer am häufigsten besucht hat und welche Suchanfragen wie oft gestellt wurden. Das Ergebnis sind schließlich personalisierte Suchergebnisse, die auf dem ausgewerteten Nutzerverhalten basieren.
Vorteile für den Nutzer und für Google
"Je länger Sie Webprotokoll verwenden, desto besser werden die Suchergebnisse", gibt Google an. Dies stellt sicherlich einen Vorteil gegenüber der herkömmlichen Google-Suche dar. Der Nachteil besteht darin, dass der Betreiber automatisch Informationen über die Vorlieben und Interessen des Nutzers erhält. Die Folgen könnten personalisierte Werbeanzeigen sein. Laut der Nachrichtenagentur pte hat der Suchmaschinenriese jedoch geäußert, die analysierten Ergebnisse nicht mit den Google-Anzeigen zu koppeln.
Gespeichert werden die Daten auf Google-Servern. Daher kann der Nutzer von jedem Computer aus auf sein Webprotokoll zugreifen. Die Nutzung des Dienstes erfordert einen Account bei Google.