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Freitag, 05.10.2007 14:31

Telekom punktet trotz langer Laufzeiten

aus dem Bereich Breitband
Kunden langfristig an sich zu binden, war für die Deutsche Telekom lange nicht das primäre Ziel. Telefonanschlüsse konnten mit einer Frist von wenigen Tagen gekündigt werden, was zu einem starken Kundenschwund führte, weil Telekom-Kunden zu günstigeren Angeboten der Telekom-Wettbewerber wechselten. Seit Juni dieses Jahres setzt der Bonner Konzern ebenfalls auf lange Vertragslaufzeiten. Mit der Einführung neuer Call & Surf-Pakete sanken zwar die monatlichen Konditionen deutlich, es gilt seitdem aber auf der anderen Seite eine Mindestvertragslaufzeit von zwölf beziehungsweise sogar 24 Monaten.

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Taktik geht auf

Mit dieser Taktik ist es der Telekom gelungen, derzeit 73 Prozent ihrer insgesamt rund acht Millionen Breitbandkunden an langfristige Verträge zu binden. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf eine Präsentation, die Festnetzchef Timotheus Höttges Ende September vor Investoren hielt. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2006 waren erst vier Prozent der Breitband-Kunden an langfristige Verträge gebunden.

Die Strategie der Telekom ist klar: Sie möchte mit günstigen Tarifen möglichst viele Kunden für sich gewinnen. "Der Markt um DSL- und IPTV-Kunden wird jetzt verteilt, darum geht es auch jetzt darum, Kunden zu gewinnen", sagte Höttges Ende August bei der Vorstellung neuer IPTV-Pakete von T-Home.

Telekom wächst schneller

Was für die Telekom gut ist, bedeutet für ihre Wettbewerber einen noch härteren Kampf um Neukunden. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) schätzt, dass die Telekom 2007 mit zwei Millionen neuen DSL-Anschlüssen erstmals schneller wachsen wird als die Konkurrenz, die auf geschätzte 1,7 Millionen neue DSL-Anschlüsse kommen wird.

"Die Telekom hat es geschafft, innerhalb weniger Monate mehr Kunden langfristig an sich zu binden als die Konkurrenz in den vergangenen zehn Jahren", sagte VATM-Chef Jürgen Grützner gegenüber der "Financial Times Deutschland". Dieser Trend werde sich zugunsten der Telekom noch verschärfen.
red
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