Auf der CeBIT stellte Arcor sein
neues IPTV-Angebot vor. Seit Mai dieses Jahres wird die Technik in Kassel im Zuge eines Pilotprojektes bereits ausgiebig getestet und soll möglicherweise bald der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Jetzt meldet sich Artec Technologies zu Wort und wittert eine Patentverletzung.
Patentverletzung?
Artec Technologies sieht sein Patent für zeitversetztes Fernsehen verletzt. Im Speziellen dreht es sich um die sogenannte "Timeshift"-Funktion. Diese ermöglicht es, noch während des TV-Genusses zurück zu springen und vorherige Szenen erneut wiederzugeben. Moderne Festplattenrekorder bieten diese Option – Artec Technologies hält das Patent bei servergestütztem "Timeshifting". Genau hier verletzt Arcor bei seinem IPTV-Angebot in den Augen von Artec das Patent der Aktiengesellschaft aus Diepholz.
Die von Arcor als "Timeshift Restart" bezeichnete Option soll es Nutzern erlauben, laufende Sendungen noch während der Ausstrahlung von vorne zu beginnen. In den Augen von Artec gibt es "verschiedene Anhaltspunkte dafür, dass die von Arcor angekündigten Funktionen unter Verletzung des von Artec per Patent geschützten Verfahrens erfolgen".
Rechtliche Schritte?
Dadurch, dass Artec Technologies seinem Patent "erhebliche strategische Bedeutung" zuweist, prüfen derzeit Anwälte des Unternehmens rechtliche Schritte gegen Arcor wegen Verletzung von Patentrechten vorzunehmen. Arcor wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. Artec ist unter anderem Partner von CNN, Euronews, RTL Newmedia und T-Online.