Das
völlig neue Marktplatzerlebnis hat sich mit den Neuerungen von "eBay 2.0" im September wohl nicht wie geplant eingestellt. Jetzt soll mit einer neuen Gebührenstruktur dem Kundenschwund entgegen gewirkt werden. Das kündigte eBay-Deutschland-Chef Stefan Groß-Selbeck gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus an. Sein Unternehmen höre sehr wohl die Rufe seiner Verkäufer und wolle deshalb auch im nächsten Jahr die Gebührenstruktur ändern, so Groß-Selbeck.
Weniger Besucher und Nekunden
Dem Magazin zufolge sind die sinkende Zahl Besucher und Neukunden der Grund für die Maßnahme. Zudem habe sich herausgestellt, dass zwei Drittel der international knapp 248 Millionen Mitglieder Karteileichen sind. Gerade die hohen Gebühren, die eBay von seinen Händlern verlangt, haben laut Focus dazu geführt, dass zwischen Oktober 2006 und September dieses Jahres weltweit 53.000 eBay-Händler ihre virtuelle Markise eingerollt und den Laden dicht gemacht haben.
Gebührensenkung steht seit Juni im Raum
Bereits im Juni hatte die New York Times von
rückläufigen Auktionen bei eBay berichtet. Die Unternehmenszahlen zeigten bereits im Sommer für die USA einen deutlichen Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für Deutschland fielen die Verluste noch höher aus: Um beachtliche 16,5 Prozent gingen hierzulande die Auktionen gegenüber 2006 zurück. Neben den dann im September eingeführten Änderungen am Layout und der implementierten Suche, kündigte eBay-Chefin Meg Whitman bereits eine Gebührensenkung an. Ebenso wenig wie Groß-Selbeck jetzt, ließ Whitman jedoch durchblicken, wie die Änderungen aussehen werden. Es bleibt also abzuwarten, ob das neue Jahr die Wünsche der eBay-Händler nun erfüllt.