Mit einem neuen Verkehrsinformationssystem erregt TomTom derzeit größtes Interesse unter den Anhängern von Navigationsgeräten. Gemeinsam mit
Vodafone will der niederländische Navi-Hersteller das so genannte "High Definition Traffic" in Deutschland einführen. Das Verfahren soll schnellere und exaktere Angaben zur Reisedauer liefern.
Handys auf Reisen
Das bereits auf der Cebit 2007 vorgestellte System arbeitet so genial wie einfach: Millionen von Handys werden Tag für Tag über Deutschlands Straßen befördert. Was liegt also näher, als die Standortinformation jedes Mobiltelefons anonym auszuwerten? So weiß TomTom jeder Zeit, wie schnell und in welche Richtung sich der Verkehrsfluss entwickelt. Staus und Umleitungen werden dann bei der Zusammenstellung der Route berücksichtigt. "Unser Ziel ist es, Autofahrern die beste und zuverlässigste Navigationslösung anzubieten", sagt Harold Goddijn, CEO von TomTom: "Dies erfordert aktuelle Karten, eine präzise Berechnung von Ankunftszeiten und qualitativ hochwertige Verkehrsinformationen in Echtzeit."
Im Sommer geht's los
Dank der neu geschlossenen Kooperation kann sich TomTom bei der Datenerhebung auf die Bewegungen im Vodafone-Netz verlassen. Gleichzeitig wurde der Radius der überwachten Verkehrsstraßen - bisher nur das Autobahnnetz - um Bundesstraßen und Straßen in Ballungsgebieten erweitert. TomTom hat das neue High Definition Traffic bereits in England und den Niederlanden eingeführt, ab der zweiten Jahreshälfte 2008 soll das Verfahren auch für deutsche Kunden nutzbar sein. Neben Privatanwendern will TomTom das Verfahren auch Behörden und Organisationen zur Verfügung stellen, um beispielsweise ein dynamisches Verkehrsmanagement oder die Verkehrssteuerung zu optimieren.