United Internet greift wieder nach Versatel
Eine weitere Runde im DSL-Übernahmepoker hat die United Internet AG eingeläutet. Mit 25,05 Prozent hält sie jetzt über ein Viertel des Versatel-Grundkapitals. Und wie das Unternehmen andeutet, war das nicht der letzte Coup: "United Internet hält sich alle Optionen offen", facht der Webdienstleister in einer Pressemitteilung die Gerüchteküche an. Man schließe nicht aus, auch die Beteiligung an der
Versatel AG weiter zu erhöhen.
Bereits im November hatten United Internet einen Vorstoß gewagt und sich
20,05 Prozent des Grundkapitals von Versatel gesichert. Außerdem hält sie inzwischen knapp zehn Prozent der Aktien des Mobilfunk-Serviceproviders Drillisch.
Weniger Kunden aber eigenes Netz
Mit diesem Schritt will die United Internet AG im zu erwartenden Tauziehen auf dem DSL Markt ihre Position sichern. Durch den Preisverfall im vergangenen Jahr müssen die DSL-Anbieter mehr denn je den Kundenstamm erweitern, um ihre Netze optimal auszulasten und bei sinkenden Gewinnmargen wettbewerbsfähig zu bleiben.
United Internet gilt nach der
Deutschen Telekom als einer der größten deutschen Anbieter von DSL-Anschlüssen. Der Konzern hatte sich im vergangenen Jahr gemeinsam mit Drillisch für eine Übernahme von
Freenet interessiert, die
Verhandlungen wurden jedoch abgebrochen.
Eigenes Netz macht Versatel interessant
Versatel gilt in Fachkreisen für Unternehmenschef Ralph Dommermuth als reizvolle Alternative zu Freenet. Das Hamburger Unternehmen hat zwar mehr DSL-Kunden als Versatel. Die Düsseldorfer warten dafür mit einem eigenen Glasfasernetz auf, das etwa ein Viertel der Bevölkerung erreicht.
red