Vieltelefonierer wird es freuen: Gespräche könnten in naher Zukunft doppelt so lange geführt und nicht mehr durch leere Akkus abrupt beendet werden. Das kanadische Unternehmen Angstrom Power Inc., spezialisiert auf die Entwicklung von Brennstoffzellen, hat den erfolgreichen Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen in einem Handy bekanntgegeben.
Sechs Monate Test mit Handy
Das Ziel der Entwickler von Angstrom war, die Größe der Brennstoffzelle soweit zu reduzieren, dass sie in ein Handy eingelegt werden kann. Dort soll sie die bisher üblichen Lithium-Ionen-Akkus als Nachfolger ablösen. An Brennstoffzellen wird schon seit Jahren getüftelt. Schon 2005
berichtete onlinekosten.de über den ersten japanischen Prototyp eines Brennstoffzellen-Akkus für Handys. Durchgesetzt haben sich die alternativen Energiespender in der Praxis bisher noch nicht.
Brennstoffzellen als Energiespender für Handys.
Bild: Angstrom
Angstrom hat daher die eigenentwickelte Brennstoffzelle einem sechsmonatigen Langzeittest unterzogen und damit ein handelsübliches Motorola SLVR L7 betrieben. Mit der Brennstoffzelle konnte eine doppelt so lange Gesprächszeit erreicht werden. Motorola arbeitet mit Angstrom bei der Entwicklung von Brennstoffzellen zusammen, die stark genug sind, um den energiefressenden Multimediahandys und Smartphones längere Laufzeiten zu ermöglichen.
Brennstoffzellen bei Flugreisen unbedenklich
Angstrom wies darauf hin, dass die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation (ICAO) bereits im November 2007 neue Regelungen beschlossen hat, die es ermöglichen sollen, mit Brennstoffzellen betriebene Geräte auch in der Passagierkabine von Flugzeugen mitzuführen.
Ein Termin für einen möglichen Marktstart der Brennstoffzellen gab Angstrom nicht bekannt, doch der potenzielle Markt wird auf rund eine Milliarde Einheiten pro Jahr bis zum Jahr 2010 geschätzt.