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Donnerstag, 24.01.2008 11:01

Luxus-Cowon Q5W im Test: Schwerer Hingucker

aus dem Bereich Computer
Doch aller Euphorie zum Trotz gibt es auch Abzüge in der Bewertungsliste. Da wäre zum einen die gewöhnungsbedürftige Menüführung, die unachtsame Benutzer schon einmal in den Tiefen der Festplatte verirren lässt. Auch gestaltet sich die eigentlich vorgesehene Finger-Navigation nicht immer als praktikabel, sodass der Stift nach kurzer Zeit wieder in die Hand genommen werden muss.

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Mankos bei Bedienung, Akkuleistung und Ladezeit

Zu häufig sollte man aber sowieso nicht zwischen den Funktionen wechseln, denn dann macht sich die Neigung des Q5W zur Schrecksekunde bemerkbar: In solchen Fällen ruht der Launcher zwei, drei Herzschläge lang und das Arbeiten auf der 1,8-Zoll großen Festplatte ist leise zu vernehmen, ehe der Befehl ausgeführt wird. Apropos Festplatte: Der Q5W ist beim Stromverbrauch nicht gerade zimperlich. Die Akkulaufzeit betrug im Praxistest rund zehn Stunden für das Abspielen von Audio-Dateien, für etwas mehr als fünf Stunden reichte es im Videomodus. Nicht gerade viel, vor allem, wenn man bedenkt, dass der erschöpfte Akku für seine Wiederherstellung wieder für 5,5 Stunden ans Ladekabel muss.

Vorteile durch Windows CE

Wie versprochen noch ein paar Worte über das von Cowon verwendete Microsoft Windows CE – das dem Nutzer unzweifelhaft einige Vorteile zusätzlich zum Launcher bietet. Zum einen kann das Betriebssystem mit seinen Tools für die Büroarbeit eingesetzt werden. Auf dem Testgerät war dafür der Office-Viewer bereits vorinstalliert - wer also nicht darauf verzichten möchte, kann das Paket für rund 20 Euro später hinzukaufen. Dann stehen Anzeigeprogramme für Word-, Excel-, Powerpoint und PDF-Dateien zu Verfügung. Per Wordpad lassen sich auch Textdateien erstellen, was jedoch trotz zweistufig vergrößerbarer Tastatur nicht immer leicht von der Hand geht. Zu guter Letzt sorgt der Kartenschieber Solitär für den entspannten Zeitvertreib in der Mittagspause. Zum anderen erlaubt Windows CE das nachträgliche Hinzufügen eigener Programme, sodass es bei der potenziellen Funktionspalette des Gerätes seitens der Software zu keinen Einschränkungen kommt. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass es sich beim Q5W tatsächlich in erster Linie um einen Portable Media Player handelt, nicht um einen Pocket PC: Der Touchscreen gibt scharfe Bilder wieder, stößt aber bei filigraner Tabellenarbeit in Excel an seine Grenzen. Der Druckpunkt ist zu grob justiert, ein Doppelklick per Stift erfordert Erfahrung und vor allem jede Menge Ausdauer. Ein regelmäßiges Ärgernis, dem der Nutzer spätestens im Internetbetrieb begegnen wird.

Internetfunktionen: Surfen, chatten, mailen und telefonieren

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Surfen wie zuhause. Bild: Cowon
Der Cowon Q5W trägt ein integriertes WLAN-Modul in seinem Bauch, das in den Standards IEEE 802.11b/g funkt. Für den optimalen Signalempfang hat Cowon eine ausziehbare Gelenkantenne an der Seite des Gerätes angebracht – zweifelsohne praktisch, sie verleiht dem Player jedoch auch den Charme eines in die Jahre gekommenen UKW-Radios. Die drahtlose Verbindung mit dem Router ist schnell eingerichtet, sofern man es nicht versäumt, vor jedem Netzausflug die WLAN-Funktion im Cowon-Launcher manuell zu aktivieren. Wie bei einem Windows-System nicht anders zu erwarten, ist der Internet Explorer bereits vorinstalliert, sodass es dann auch sofort losgehen kann. Dank der hohen Auflösung von 800x480 Pixel hat es der Q5W nicht nötig, Websites speziell für den Bildschirm aufzubereiten, dennoch kann das Spiel mit den Rollbalken schon einmal die Geduld herausfordern.
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