Festnetzbetreiber
Arcor verdient neben seinem Privat- und Geschäftskundengeschäft mit dem Wholesale-Sektor, dem Verkauf von Breitbandzugängen an andere Wettbewerber, gutes Geld. Die
Gespräche über einen Verkauf von DSL-Anschlüssen an Konkurrent
1&1 sind nun erfolgreich abgeschlossen worden.
Verkauf unter eigenem Namen
Der zu United Internet gehörende DSL-Provider
1&1 wird die von Arcor gekauften DSL-Anschlüsse unter eigenem Namen vertreiben. 1&1 eröffnet sich damit die Möglichkeit, die Kapazität an Komplettanschlüssen für ihre rund 2,6 Millionen DSL-Kunden zu erhöhen. Zahlreiche
Bestandskunden warten bei 1&1 noch auf einen Wechsel in die Komplettpakete. Auch die demnächst von der Telekom zur Verfügung gestellten
Bitstream-Zugänge, DSL-Anschlüsse ohne Telekomzugang, werden 1&1 auf dem Weg zu einer Komplettversorgung ihrer Kunden behilflich sein.
1&1 ist zweiter großer Wholesale-Partner
Harald Stöber, Vorstandsvorsitzender von
Arcor, zeigte sich erfreut über den Abschluss. Nach Arcor-Hauptgesellschafter Vodafone sei 1&1 der zweite große Partner für das Wholesale-Geschäft. Aber auch Hansenet ist mit seiner DSL-Marke
Alice eifriger
Käufer von Arcor-Anschlüssen. Arcor verspricht sich von dem Geschäft mit 1&1 einen wachsenden Anteil am DSL-Markt, der derzeit bei 13 Prozent liegt. Der Telekom-Konkurrent Arcor hat in Deutschland rund 800 Ortsnetze mit eigenen Leitungen erschlossen und erreicht damit zwei Drittel der deutschen Haushalte.