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Donnerstag, 27.03.2008 16:16

Studie: Lücken in der Breitband-Versorgung

aus dem Bereich Breitband
Schnelle Breitbandzugänge werden zu einem immer wichtigen Standortfaktor bei der Ansiedlung von Unternehmen. Glanz und Elend der Breitbandversorgung in Rheinland-Pfalz hat jetzt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) unter die Lupe genommen. Auf 135 Seiten beschreibt die im Auftrag des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums erstellte Studie "Breitband für jedermann" die aktuelle Situation der Versorgung mit schnellen Internetzugängen. Auch die Breitband-Trends bis zum Jahr 2012 sowie strategische Konzeptionen werden für das südwestliche Bundesland dargestellt. Analysiert wurden alle Breitbandtechnologien von DSL über Kabel, Funk bis hin zu Internet per Satellit.

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Drei Prozent ohne Breitband

Gerade in ländlichen Gebieten ist die Versorgung mit schnellen Zugängen zum weltweiten Netz noch nicht optimal. Rheinland-Pfalz ist ein Bundesland mit vielen kleinen Gemeinden. Rund 90 Prozent der Ortschaften haben weniger als 2000 Einwohner. Ende 2007 waren 156 der 2305 rheinland-pfälzischen Gemeinden nicht mit DSL versorgt. Dies sind etwa sieben Prozent aller Orte in Rheinland-Pfalz. Rund vier Prozent der DSL-freien Gebiete haben aber über Kabel- oder Funktechnologien Zugang zum Internet. Letztendlich bleibt eine unversorgte Gruppe von drei Prozent der Gemeinden mit 62.252 Haushalten übrig.

Kabel und Satellit als Alternative

93 Prozent der Haushalte gehen demnach mit DSL und Bandbreiten zwischen 384 und 50.000 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) ins Netz. 40 Prozent aller Haushalte hätten laut der Studie auch die Möglichkeit über die ausgebauten Kabelnetze im Internet zu surfen. In unversorgten Orten haben sich teilweise Bürgerinitiativen gegründet, die eine Breitband-Basisversorgung durch lokale Funknetze auf WLAN-Basis erreichen konnten. Der Trend hin zu einem verstärkten Aufbau solcher örtlichen Funknetze mit Hilfe des leistungsfähigen WiMAX-Standards soll sich laut Erstellern der Studie noch weiter verstärken. Häufig sind es nicht ganze Orte, die unversorgt sind, sondern nur Ortsteile oder vereinzelte Straßenzüge, die ungünstig in der vom Mittelgebirge geprägten Landschaft liegen.
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