Auch im Jahr 2008
warten noch etliche ländliche Gemeinden auf schnelle Internetzugänge. Doch der VATM, der Branchenverband der Telekommunikationsanbieter, macht Bewohnern entlegener Gebiete ein wenig Hoffnung auf Besserung.
Kosten könnten sinken
Laut eines Berichts in der "Financial Times Deutschland" (FTD) geht der VATM davon aus, dass sich die Breitbandversorgung verbessern könnte, wenn die richtige
alternative Technik eingesetzt wird. Nach Angaben des VATM könnten die Kosten für Breitbandzugänge dann auch auf dem Land auf ein nahezu marktübliches Niveau gebracht werden. Mehr als fünf Euro zusätzlich im Vergleich zu den Preisen in den Ballungsgebieten dürften die alternativen Angebote nicht kosten. In städtischen Gebieten hat sich derzeitig der Preis für schnelle Internetzugänge mit Flatrates für Internet und Telefonie bei rund 30 Euro eingependelt.
Befragung ab Frühsommer
Ein Warten auf große Anbieter wie Telekom und Arcor ist für die unversorgten Gemeinden meist vergebens, da sich für die großen Telekommunikationsanbieter ein Ausbau der DSL-Netze in Richtung ländlicher Gebiete finanziell nicht lohnen würde. Viele Bürgermeister seien jedoch überfordert, geeignete Alternativen über
WiMAX,
UMTS,
Satellit oder das
TV-Kabel alleine zu organisieren. Der Städte- und Gemeindebund hat aus diesem Grund zusammen mit den Providern und Branchenexperten eine
Aktion ins Leben gerufen, die den betroffenen Gemeinden unter die Arme greift. Ab Frühsommer soll eine bundesweite Befragung in den Gemeinden nach den Voraussetzungen vor Ort fragen.
Als Ziel hat sich die Bundesregierung gesetzt, 99 Prozent aller Haushalte mit schnellen Breitbandanschlüssen zu versorgen. In den kommenden drei Jahren will das Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit den Ländern den Ausbau der Breitbandversorgung mit rund 50 Millionen Euro
fördern. Laut VATM warten derzeit noch rund eine Million Haushalte auf schnelle Internetzugänge.