Im April wurden die Mitglieder
vorgewarnt, jetzt wird es ernst: Um den Betrügereien auf dem Internetmarktplatz einen Riegel vorzuschieben, setzt
eBay auf restriktive Maßnahmen. Wer künftig Auktionen eröffnen möchte, kann dies nur von einem autorisierten Rechner aus tun. Im Notfall hakt das Unternehmen auch telefonisch nach.
Ein PC pro Nutzer
Wie eBay mitteilt, sei die Identifizierung der Mitgliederrechner im vollen Gange. Seit April werden Mitgliedskonten denjenigen Computern zugeordnet, die regelmäßig für Aktivitäten auf dem eBay-Marktplatz genutzt werden. Zum Einsatz kommen dabei sogenannte Flash-Cookies, die lokal auf den PCs gespeichert werden. Ab sofort werden diese Informationen genutzt, um die Identität von Verkäufern zu bestätigen.
Anruf soll Klarheit schaffen
Sofern sich der Nutzer von einem fremden Rechner aus anmeldet, so erhält er von eBay einen automatisierten Anruf, der sicherstellen soll, dass der Verkauf tatsächlich vom rechtmäßigen Inhaber des Mitgliedskontos aus veranlasst wird. Dazu greift das System auf die unter "Mein eBay" gespeicherten Kontaktdaten zurück. Mitglieder werden deshalb angehalten, möglichst kurzfristig die hinterlegten Informationen auf ihre Richtigkeit hin zu
überprüfen. Darüber hinaus wird allen empfohlen, als zweite Kontaktmöglichkeit auch die Handynummer anzugeben.
Die neue Identitätsbestätigung geht ab sofort in eine einmonatige Testphase, in der zunächst eine kleine Mitgliedergruppe einbezogen werden soll. Bis voraussichtlich Ende Oktober wird das Verfahren für alle eBay-Anbieter obligatorisch. Ob auch Käufer in Zukunft von der Maßnahme betroffen sind, ließ eBay offen.