Anfang des kommenden Jahres soll der runderneuerte
Firefox 3.1 das Licht der Welt erblicken. Wie Mozilla bereits mitteilte, wird der Browser eine Menge frischer Features mitbringen, wie optimierte Engines, Geo-Lokalisierung und verbessertes Tabbing. Kürzlich wurde zudem angekündigt, dass mit der neuen Versionsnummer auch die lang ersehnte Private-Browsing-Funktion kommen wird. Jetzt zeigt ein Mozilla-Entwickler erste Bilder des Moduls.
Spurlose Surfausflüge
Der Programmierer Ehsan Akhgari gibt in seinem
Blog Einblick in das Private-Browsing einer Vorversion des Firefox. Der Hintergrund: Wann immer Surfer im Netz unterwegs sind, sammelt der Browser unablässig Informationen. So werden aufgerufene Seiten protokolliert, Cookies abgelegt und unter Umständen Formulardaten gespeichert. Das mag praktisch sein, wenn man nach einigen Tagen auf ein besuchtes Internetangebot zurück kommen möchte. Auf der anderen Seite kann die Sammelwut des Programms aber auch Probleme mit sich bringen, wenn man beispielsweise kurz den Arbeitsplatz verlässt und sich die Kollegin vor den Monitor setzt.
Kein Anonymisierer
Bislang gab es als Abhilfe nur die Radikalkur, nämlich das Löschen von Chronik, Cache und Cookies. Private-Browsing im Firefox soll Spuren jedoch gezielter entfernen können. Akhgari stellt dabei klar, dass die Funktion lediglich das System des jeweiligen Computers betrifft: Sie erlaubt kein anonymes Surfen im Netz und verschleiert auch nicht die IP-Adresse (Internet Protocol). "Bei Private-Browsing geht es einzig darum, sicher zu stellen, dass Firefox keine Daten speichert, die eine Überwachung von Online-Aktivitäten erlauben würden."
Die Titelleiste informiert: Hier wird spurlos gesurft. Screenshot: ehsanakhgari.org
Wer die Private-Browsing-Funktion schon jetzt einem Praxistest unterziehen möchte, kann dies in einer
ersten Vorversion des Firefox 3.1 tun - die allerdings noch instabil läuft. Wer noch warten kann: Ab der zweiten Beta-Phase soll das Modul bereits serienmäßig in den Browser integriert sein.