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Sonntag, 08.02.2009 16:01

Facebook-Betrüger erpresst Schüler mit Nacktfotos

aus dem Bereich Sonstiges
Ein Schüler aus New Berlin nahe Milwaukee (US-Bundesstaat Wisconsin) wird beschuldigt, sich beim Social Network Facebook als Mädchen ausgegeben und mindestens 31 männlichen Schulkameraden Nacktfotos entlockt zu haben. Von einigen erpresste er anschließend sexuelle Handlungen.

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Als Schulkollegin ausgegeben

Wie die Agentur "Associated Press" (AP) berichtet, sollen sich die Vorfälle vom Frühjahr 2007 bis vergangenen November ereignet haben. Vor drei Monaten geriet der Beschuldigte dann in den Verdacht, Bombendrohungen an seine Schule verschickt zu haben, woraufhin sein Computer beschlagnahmt wurde. Die Ermittler fanden auf dem Rechner rund 300 Nacktbilder von jungen Männern, die teilweise erst 15 Jahre alt sind. Die 31 identifizierten Opfer berichteten alle, dass sie mit dem gefälschten Facebook-Profil hereingelegt wurden.

Im Gegenzug für die eigenen Fotos und Videos sollten die Teenager entsprechende Bilder des angeblichen Mädchens erhalten. Dabei nutze der Beschuldigte auch noch die Identität einer Schulkollegin. Doch mehr als die Hälfte der Opfer wurde stattdessen gezwungen, sich auf sexuelle Handlungen mit einem "Freund" des Mädchens einzulassen. Sonst würden die Fotos an Freunde verschickt oder ins Internet gestellt werden. Mindestens sieben der Erpressten ließen sich laut Strafanzeige darauf ein und wurden von dem Betrüger bei diesen Treffen mit seinem Handy fotografiert.

In Kürze wird sich der Verdächtige laut AP unter anderem wegen mehrfacher sexueller Nötigung von Kindern, Anwendung von sexueller Gewalt, Besitz von Kinderpornografie und Androhung einer Bombenexplosion verantworten müssen. Sollte er in allen Fällen angeklagt und schuldig gesprochen werden, erwartet ihn eine maximale Strafe von nahezu 300 Jahren.

Facebook Logo
Facebook hat Nutzungsbestimmungen geändert

Im aktuellen Unternehmens-Blog von Facebook hat die Rechtsberaterin des Unternehmens, Suzie White, diese Woche bekannt gegeben, dass die Nutzungsbedingungen des Social Networks jetzt aktualisiert wurden. Die neuen Klauseln würden allerdings meist ziemlich offensichtliche Dinge behandeln, die wahrscheinlich ohnehin keiner machen würde. Dazu gehöre, keine falschen persönlichen Informationen in einem Profil anzugeben und andere Nutzer nicht einzuschüchtern oder zu belästigen. Damit Facebook weiterhin sicher und vertrauenswürdig bleibe, seien diese Regeln unter dem Punkt "Unzulässiges Verhalten" ergänzt worden.
red
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