Neben dem Platzhirsch
eBay tummeln sich im
Internet noch weitere, wenn auch unbekanntere, Auktionshäuser. Nicht alle setzen dabei auf das übliche Bietverfahren, bei dem in bestimmten Schritten geboten wird und nach Ablauf der Zeit das höchste Gebot gewinnt. Neuere Online-Angebote locken mit anderen Biet-Methoden, wie sinkende Preise oder dem niedrigsten Einzelgebot.
"Wie Glücksspiele"
Diese sollen dann zu günstigeren Preisen führen, sodass auch hochwertige Waren – wie zum Beispiel Spielkonsolen, Autos oder Computer – erschwinglich werden. Verbraucherschützer warnen allerdings vor Auktionshäusern wie Swoopo, Luupo, Hammerdeal oder Rabattschlacht, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet. Wie Georg Tryba, Sprecher der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dem Magazin gegenüber sagte, seien diese Auktionen "wie Glücksspiele": "Jeder Mitspieler muss damit rechnen, seinen gesamten Einsatz zu verlieren."
Kostenpflichtige Gebote
Warum? Während bei eBay die Gebote kostenlos sind, werden bei diesen Auktionshäusern Gebühren fällig. So muss der Kunde auch dann Geld bezahlen, wenn er nicht den Zuschlag für den Artikel bekommt. Und ein Gebot reicht in den seltensten Fällen aus: Bei Luupo beispielsweise sinkt der Preis mit jedem abgegebenem Gebot, ebenso bei Rabattschlacht, wo der Preis zuerst – für einen weiteren Einsatz – "aufgedeckt" werden muss. Bei Hammerdeal gewinnt das niedrigste Einzelgebot und bei Swoopo verlängert sich mit jedem Gebot die Angebotszeit. Der Nutzer muss daher häufiger bieten. Für einen gezielten, günstigen Einkauf sind diese Angebote nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht geeignet, da der Käufer unter Umständen schlussendlich mehr bietet als nötig.