Im Herbst starten nicht nur Microsofts
Handy-Betriebssystem
Windows Mobile 6.5 und die neuen Dienste MyPhone und der Windows Marketplace for Mobile, sondern auch
Windows 7. Am Mittwoch veranstaltete Microsoft eine Pressekonferenz zum Thema "Windows 7 im Unternehmen" bei BMW in München und ließ Steve Ballmer mit Unternehmens-Vertretern von BMW und Axinom sprechen. Was Microsoft herausstellte, war die
Sicherheit: Windows 7 sei das sicherste Betriebssystem, das sie je entwickelt hätten. Das Problem mit der Privatsphäre, das beim Vorgänger Windows
Vista bereits aus der Welt geschafft wurde, bestehe beim neuen OS erst gar nicht.
"With less do more"
Seit Windows 95 hätte es keine so große Aufregung mehr um ein Betriebssystem gegeben wie um Windows 7, hieß es auf der Konferenz. Um in Krisenzeiten die Unternehmen von Investitionen in ihre IT-Infrastruktur zu überzeugen, sprach Steve Ballmer davon, dass mit dem Einsatz von Windows 7 pro Arbeitsplatz und pro Jahr 50 bis 100 US-Dollar eingespart werden könnten. In Bezug auf die Boot-Zeit und die
WLAN-Funktionen würde das neue OS außerdem die Produktivität steigern. Die Situation der Unternehmer hätte sich von "do more with less" in "with less do more" geändert, was in etwa dem Maximalprinzip entspricht.
BMW und Axinom berichten von Vorteilen
Der BMW IT-Leiter Karl Probst berichtete von einer Produktivitätssteigerung durch Windows 7 und erwähnte eine um 20 Prozent höhere Akkulaufzeit bei eingesetzten Notebooks, eine verbesserte Remote-Steuerung von
Computern und eine einfachere Nutzung mit einem Beamer. "Windows 7 wird voraussichtlich bis 2011 weltweit auf allen 85.000 Arbeitsplatz-
PCs von BMW installiert", kommentierte Probst. Der CEO von Axinom, Damir Tomicic, berichtete davon, wie die Multitouch-Unterstützung zur Verkaufsförderung beiträgt.
Vista und XP werden nicht vergessen
Eine Zuschauerfrage zielte auf die mögliche Verdrängung von Windows Vista ab, worauf Ballmer antwortete, dass Vista nicht in Vergessenheit geraten werde. Auch der
in Windows 7 integrierte XP-Modus war ein Thema. Laut Karl Probst nutze BMW den XP-Modus häufig und müsse nun nicht mehr zusätzliche Systeme bereitstellen, um ältere Programme verwenden zu können. Dass es immer noch eine standhafte Basis von XP-Nutzern gibt, die nicht zu Windows 7 wechseln wollen, ist Microsoft bewusst. Bestrebungen, sie mit allen Mitteln zum Umstieg zu überzeugen, gibt es nicht, ließ sich aus den Antworten heraushören.
Zum Umsatz sagte Steve Ballmer, dass das größte Geschäft aus dem Verkauf von neuen PCs mit Windows 7 bestehe, was die Einnahmen durch Upgrades offenbar übersteigt. "Ich liebe Windows 7, aber die Wirtschaft ist die Wirtschaft", sagte Ballmer. Eine genaue Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung des Softwarekonzerns wollte er auf Nachfragen nicht abgeben.
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