Die
Deutsche Telekom hat im dritten Quartal dank der
Beteiligung an dem griechischen Konkurrenten OTE ihren Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 16,26 Milliarden Euro, wie der Bonner Konzern am Donnerstag mitteilte.
Positiver Trend setzt sich fort
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg genauso stark auf 5,53 Milliarden Euro. Ohne den Beitrag von OTE wären Umsatz und operativer Gewinn gesunken. Unterm Strich blieb dank der verstärkten Sparbemühungen ein Gewinn von 959 Millionen Euro. Das waren 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Alle Segmente seien profitabler geworden, hieß es. Unternehmens-Chef
René Obermann erklärte am Donnerstag in Bonn: "Wir haben den positiven Trend des zweiten Quartals fortgesetzt und an Tempo gewonnen. Für die Märkte, die noch im ersten Quartal besonders im Fokus standen, Großbritannien, die USA und Polen, haben wir schnell reagiert und wirksame Maßnahmen eingeleitet.
Weniger Umsatz in Deutschland
In Deutschland erwirtschaftete die Telekom im operativen Segment 6,47 Milliarden Euro und damit 2,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Während das Festnetzgeschäft mit 4,71 Milliarden Euro 3,5 Prozent weniger einspielte, nahm T-Mobile mit 2,11 Milliarden Euro 1,4 Prozent mehr ein. Der Gewinn sackte im Deutschland-Geschäft um 7,8 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro ein. Hätte die Telekom im Verlaufe des vergangenen Jahres nicht rund 4.800 Stellen abgebaut, wäre der Einbruch noch höher ausgefallen.
Mit Blick auf das Jahresergebnis hält der ehemalige Marktmonopolist durch Sparanstrengungen und Effizienzsteigerungen an der
im April angepassten Prognose fest. Und das trotz der zuletzt negativen Wechselkursentwicklung und der ausgeprägten
Schwäche des US-Dollars gegenüber dem Euro. An der Börse wurden die neuen Telekom-Quartalszahlen positiv zur Kenntnis genommen. Der Aktienkurs des Unternehmens kletterte am Morgen um etwa zwei Prozent auf 9,50 Euro.
Kundenzahlen enttäuschend
Schwach entwickelte sich unterdessen das
DSL-Neukundengeschäft der Telekom. Netto wurden
bei T-Home nur 72.000 neue Breitband-Anschlüsse geschaltet. Bei klassischen Festnetzanschlüssen verlor die Telekom fast 600.000 Kunden.