Die Nutzerzahlen des Kurznachrichtendienstes
Twitter wachsen. Doch der Dienst ist gratis, Geld ist bislang damit nicht zu machen. Der
Marktwert von Twitter wird mit rund einer Milliarde US-Dollar bemessen, zuletzt pumpten Investoren im September 100 Millionen Dollar in den Dienst. Die Betreiber des
Internet-Services feilen schon lange an einem lukrativen Geschäftsmodell. Twitter-Mitbegründer Biz Stone kündigte nun laut "Financial Times" für Ende des Jahres kostenpflichtige Twitter-Tools für Geschäftskunden an.
Analysen von Twitter-Trends
Die Twitter-Accounts für Unternehmen wie Fluggesellschaften oder große Einkaufscenter sollen etliche Features mitbringen, die die Nutzung des Internetdienstes erleichtern. Außerdem sollen die Geschäftskunden Zugriff auf einige statische Auswertungen haben. Für Unternehmen könnte es laut Nate Elliott, Analyst bei Forrester Research, von Interesse sein demographische Informationen über die Leute zu erhalten, mit denen sie über den Mikroblogging-Service kommunizieren. Es gebe genügend Unternehmen, die den 140-Zeichen-Dienst ernst nehmen und sogar etliche Angestellte für ihren Twitter-Kanal beschäftigten.
Twitter an Zusammenarbeit mit Medienunternehmen interessiert
Bei einer Veranstaltung in London hatte Biz Stone auch Interesse an Partnerschaften mit Medienunternehmen geäußert. Twitter sei häufig schneller als die Kommunikationsleitungen von Zeitungen oder TV-Sendern. Dies habe sich in der Vergangenheit bereits bei Erdbeben oder anderen Katastrophen gezeigt. Einige Medienorganisationen hätten bereits Twitter-Korrespondenten eingestellt. Analyst Elliot weist hier jedoch darauf hin, dass die Medien noch Wege finden müssten, um die Genauigkeit von Twitter-Meldungen zu überprüfen.