Der US-Chiphersteller AMD hat auf der derzeit in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) mit der
ATI Radeon Mobility 5000-Familie eine Reihe mobiler Grafikchips vorgestellt, die die Microsoft Grafikschnittstelle DirectX in der Version 11 erstmals auch bei
Notebooks unterstützen. Entsprechende
DirectX-11-fähige Grafikkarten für den Desktopbereich bietet AMD schon seit längerem an.
Vier mobile Modellreihen
AMD präsentiert gleich vier im 40-Nanometer-Verfahren hergestellte Grafikchipserien: ATI Mobility Radeon HD 5800, HD 5700, HD 5600 und HD 5400. Die drei schnellsten Modelle ATI Mobility Radeon HD 5870, 5850 und 5830 sind mit 700 Megahertz (MHz) getaktet, bieten eine Rechenleistung von über einem Teraflop, verwenden GDDR5-Speicher und sind mit bis zu 800 Streamprozessoren ausgerüstet. AMD hat auf seinen schnellsten mobilen Grafikchips der 5800er-Reihe 1,04 Milliarden Transistoren verbaut.
High Definition-Video- und Audiounterstützung sind integriert. Die maximale Auflösung per HDMI beträgt 1920x1200 Bildpunkte, via VGA ist eine Auflösung von bis zu 2048x1536 Pixel möglich. Der integrierte Display-Port erlaubt schließlich sogar eine Bildauflösung von 2560x1600 Pixel.
Bis zu sechs Monitore mit ATI Eyefinity verwenden
Die langsameren Chips der Reihe ATI Mobility Radeon HD 5700 und 5600 bieten nur noch 400 Shader-Einheiten und einen Prozessortakt von 650 MHz, die HD 5400er-Modelle verfügen zwar über einen Takt von 750 MHz, kommen aber nur noch mit 40 Streamprozessoren.
Der AMD Grafikchip Mobility Radeon 5800 unterstützt DirectX 11. Bild: AMD
Die neuen Chips unterstützen auch die Multi-Display-Technologie
ATI Eyefinity. Die Anzeige auf dem Notebook kann durch Anschluss von bis zu sechs externen Monitore erheblich erweitert werden, lediglich bei den 5400er-Chips lassen sich nur bis zu vier Monitore verwenden.
Die Grafikchips bedeuten laut AMD ein starkes Upgrade für bestehende und kommende AMD Notebookplattformen wie etwa die "Danube"- oder die ultraflache "Nile"-Plattform, die in der ersten Hälfte 2010 an den Start gehen sollen.
Zur Verfügbarkeit und zu Preisen der neuen mobilen Grafikchips machte AMD noch keine Angaben.