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Mittwoch, den 03.02.2010 12:31

GEZ jetzt mit Forum, Blog und Chat

Aus dem Bereich Wissenswertes
Am Dienstag hat die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) ein neues Kommunikationsportal für Verbraucher gestartet. Mit einem Forum, verschiedenen Blogs von GEZ-Angestellten und einer Chat-Möglichkeit zeigt sich das Kölner Unternehmen modern. Im Rahmen der Auffrischung wurde auch an der Optik gearbeitet und das Logo erneuert.

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Neues Logo, neues Portal

Die neue Website ist unter der URL gez-meine-meinung.de zu erreichen und erinnert durch die Kombination von vollständig grünem Logo und grün-weißer Website ein bisschen an den Online-Auftritt der Barmer Krankenkasse, auch wenn der Grünton abweicht. Interessanter ist aber der Inhalt. In den Weblogs schildern Mitarbeiter Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag und ihre persönlichen Gedanken zu aktuellen Fragen, auch Punkte jenseits des GEZ-Geschehens sollen aufgegriffen werden. Die GEZ weist dabei ausdrücklich auf den Dialog hin und lässt daher Kommentare zu.

Mitarbeiter bloggen, der Leiter chattet

Bewegt zu dem Schritt ins Web 2.0 hat "eine rege Diskussion in Foren über Sinn und Notwendigkeit von Rundfunkgebühren", wie die GEZ kommentiert. Diese soll sich nun auf dem neuen Portal abspielen, wobei die die Gebühreneinzugszentrale nicht immer direkt, sondern auch zeitversetzt mit dem Nutzer kommuniziert, wie Adalbert von Cramm, Leiter der Abteilung Gebühreneinzug, Teilnehmerbetreuung und Marketing, näher beschreibt: "Das Forum dient ausschließlich dem Meinungsaustausch der Nutzer. Allerdings möchten wir auch Rede und Antwort stehen. Daher greifen wir Themen aus dem Forum auf und behandeln diese in Mitarbeiter-Blogs und Experten-Chats."

Neues GEZ-Portal www.gez-meine-meinung.de
Unter www.gez-meine-meinung.de bittet die GEZ nun zum Gespräch. Screenshot: onlinekosten.de.
Da gerade beim Thema Rundfunkgebühren nicht immer eine sachliche Diskussion gegeben ist, hat sich die GEZ für ein moderiertes Forum mit festen Öffnungszeiten entschieden. Von Montag bis Freitag zwischen 8 und 22 Uhr kann rund um das Thema GEZ diskutiert werden. An welchen Stellen in den einzelnen Threads wann und von wem Postings gelöscht wurden, ist markiert. Wo gelöscht wird, ist der Zensur-Vorwurf der Nutzer natürlich nicht weit. Als Fahndungsplattform für Zechpreller soll das Forum nicht dienen: "Es geht uns in keinem Fall darum, herauszufinden, ob jemand seiner Gebührenpflicht nachkommt oder nicht", teilte von Cramm mit. Wie bei anderen Foren genügt zur Anmeldung ein Nickname und eine E-Mail-Adresse. Am Mittwochmorgen zählte die Statistik rund 700 Mitglieder und knapp 1500 Beiträge.

Insgesamt ist die neue Offenheit der GEZ als mutig zu bewerten, hagelte es für die neuesten Pläne, die volle GEZ-Gebühr für PCs und Handys einzuziehen und die Beweislast umzukehren, doch kürzlich heftige Kritik. Auch die geplante Tagesschau-App für das iPhone regte unter den Internetnutzern erneut eine Grundsatzdiskussion an.
red
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