Nach 16 Monaten Bauzeit ist in Dresden der Startschuss für ein Pilotprojekt der Deutschen Telekom gefallen, das eine DSL-Verfügbarkeit auch in Gebieten ohne Kupferleitungen gewährleisten soll. In den Stadtteilen Striesen und Blasewitz wurden dabei mittels der sogenannten GPON-Technik (Gigabit Passive Optical Network) erstmals auch Haushalte an das DSL- und VDSL-Netz der Telekom angebunden, die ab dem Hausanschluss komplett über Glasfaser mit der Außenwelt kommunizieren (Fibre to the Building – FTTB). Bisher war dafür der Einsatz von klassischen Kupferkabeln zwingend notwendig.
Pilotphase entscheidet über weiteren Ausbau
Das Projekt ist Bestandteil der kommunalen Telekom-Initiative "Mehr Breitband für Deutschland". Ziel der Testphase ist es, Erfahrungen mit Installation, Anwendung und Kundenakzeptanz des GPON-Verfahrens zu sammeln. Für eine grundsätzliche Entscheidung über den zukünftigen Einsatz der Technik sollen zudem verschiedene Ergebnisse des Pilotbetriebs ausgewertet werden. Bei GPON erfolgt die Installation der Zugangskomponenten direkt am Hausanschluss, während bei herkömmlichen DSL-Anschlüssen zentrale Verteilerkästen auf der Straße mit der erforderlichen Netzwerktechnik bestückt sind. Daher steht den Kunden immer die volle Bandbreite der gebuchten DSL- oder VDSL-Geschwindigkeit zur Verfügung. Bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sind ab sofort bei voller VDSL-Verfügbarkeit von T-Home buchbar. Die übliche Hausverkabelung mit Kupferadern bleibt dabei unverändert. Auch in den Wohnungen kommt normale DSL-Hardware wie Splitter, DSL-Modem und bei Bestellung von T-Home Entertain der Media Receiver zum Einsatz.
Mit der GPON-Technik wird DSL auch ohne Kupferkabel und Verteilerkästen möglich. Bild: Telekom
"Wir freuen uns, dass wir jetzt dank modernster Technologie auch in Striesen und Blasewitz unsere vielfach ausgezeichneten Breitband-Services anbieten können", sagte Telekom-Projektleiter Georg Sporckmann. "Für die Einwohner hat sich das Warten gelohnt. Mit der völlig neuartigen GPON-Technik verfügen wir erstmalig über eine Alternative, Breitbandanschlüsse in bisher nicht versorgte Glasfaser-Gebiete zu bringen."