Die Deutsche Telekom will bis Ende 2012 mit ihrem Bezahlfernsehen den Pay-TV-Sender Sky einholen. Bis dahin wolle die Telekom 2,5 bis drei Millionen Kunden mit ihrem Internetfernsehen erreichen, sagte der Marketingchef im Deutschlandgeschäft, Christian Illek, am Montag bei einem Pressegespräch auf der CeBIT in Hannover.
Wettlauf mit Sky
Ende 2009 hatte die Telekom rund 1 Million Fernsehkunden, in diesem Jahr sollen etwas mehr als eine halbe Million hinzukommen. Dabei helfen soll auch eine Vereinfachung der so genannten Entertain-Tarife. Sky Deutschland kam schon Ende vergangenen Jahres auf knapp 2,5 Millionen Kunden und will Ende 2011 drei Millionen Kunden haben. Sowohl T-Home als auch Sky zeigen auf Basis unterschiedlicher Übertragungstechniken die Fußball Bundesliga und jagen sich auf diese Weise die Kunden gegenseitig ab.
In Dienstleistungen rund um das Internet sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunk sieht die Telekom ihr neues Wachstumsfeld. Wie andere Telekomkonzerne kämpft der Bonner Konzern seit Jahren mit Umsatzrückgängen im klassischen Sprachgeschäft. "Wir werden in den nächsten Jahren das größte Wachstums bei IP-Diensten sehen", sagte Deutschlandchef Niek Jan van Damme. Dazu zählt die Telekom Internetfernsehen genau wie ihre Portale für Musik- und Videodownload. Derzeit betrage der Marktanteil der Telekom mit IP-Diensten im Festnetzgeschäft noch weniger als zehn Prozent. Van Damme will aber in den nächsten Jahren zweistellige Wachstumsraten schaffen.
T-Home und T-Mobile werden eingemottet
Von ihren Marken T-Mobile und T-Home verabschiedet sich der Konzern in Deutschland in diesem Jahr. Dann soll nur noch das magentafarbene "T" für den Ex-Monopolisten aus Bonn stehen.