Donnerstag, 11.03.2010 17:46
Netzagentur warnt vor unseriösen "Datenschützern"
aus dem Bereich Sonstiges
Die Fälle von Datenmissbrauch nehmen zu. Verbraucher werden in den Medien regelmäßig mit Datenpannen und auch kriminellem Missbrauch von Daten konfrontiert. Diese Situation hat auch verschiedene Unternehmen auf den Plan gerufen, die den Schutz vor Datenmissbrauch kostenpflichtig als Dienstleistung anbieten. Mit der Seriosität ist es bei einigen aber nicht gut bestellt. Die Bundesnetzagentur rät Verbrauchern zur Vorsicht.
Schutz vor Datenmissbrauch für 69 Euro?
In letzter Zeit hätten sich vermehrt angebliche "Datenschützer" als Kooperationspartner oder sogar Mitarbeiter der Bundesnetzagentur ausgegeben, berichtete die Behörde am Donnerstag. Um die kostenpflichtigen Datenschutzdienste dieser Unternehmen in Anspruch nehmen zu können, seien Verbraucher zur Angabe solch sensibler Daten wie Bankverbindungsdaten aufgefordert worden. Die Bundesnetzagentur nennt als Beispiel etwa ein Schreiben der Hildener Firma VDS-24 (Verbraucher Datenschutz-24), die für den "Datenschutz" einen jährlichen Servicebetrag in Höhe von 69 Euro verlangt. Beschwerden der Verbraucher würde VDS-24 dann an die Bundesnetzagentur weiterleiten. Die Bonner Behörde selbst weist darauf hin, weder diese noch andere in ähnlicher Art und Weise auftretende Firmen zu kennen oder mit ihnen zusammenzuarbeiten. Außerdem könne jeder Verbraucher sich auch direkt an die Behörde wenden, eine kostenpflichtige Inanspruchnahme eines Dienstleisters sei dafür nicht erforderlich. Im Internet ist die Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de erreichbar.
Netzagentur: Verbraucher sollen Täuschungsversuche mitteilen
Die auch für die Regulierung der Deutschen Telekom zuständige Behörde bittet Verbraucher ihr solche Täuschungsversuche mitzuteilen. Die Behörde werde dann entsprechende rechtliche Schritte einleiten. Besonders wichtig seien für die Netzagentur dabei Informationen wie Kontaktdaten, um die handelnden Personen identifizieren zu können. Generell sollten Verbraucher bei der Herausgabe von persönlichen Daten Vorsicht walten lassen. Diese sollten bei Bedarf nur gezielt seriösen Vertragspartnern mitgeteilt werden. Helfen könnte in Zweifelsfällen auch eine Nachfrage bei der örtlichen Verbraucherzentrale.
red