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Dienstag, 30.03.2010 11:16

Magny-Cours: AMD startet 8- und 12-Kern-CPUs

aus den Bereichen Computer, WebHosting

Höher, schneller, weiter – dies gilt besonders im Hardware-Bereich. Während für den Privatkunden oftmals noch ein einziger Prozessorkern ausreicht, was sich zum Beispiel anhand des Netbook-Booms zeigt, benötigen Server immer mehr Leistung. Dank AMD lassen sich die Großrechner jetzt mit Prozessoren mit acht oder sogar zwölf Kernen bestücken.

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Mehr Kerne, mehr Speicher

Die weltweit ersten 8- und 12-Kern-CPUs auf x86-Basis, auch Magny-Cours genannt, gehören zur neuen AMD Opteron 6000 Plattform und sollen die Vorgänger mit sechs Kernen mit der doppelten Performance ausstechen. Beim Hantieren mit Ganzzahlen spricht AMD von einer 88-prozentigen Steigerung, bei der Gleitkommazahlenberechnung sollen es 119 Prozent sein. Die CPUs stützen sich auf den G34-Sockel und den 5600 Chipsatz mit HyperTransport 3.0 und PCI Express 2.0. Unter der Direct Connect Architecture 2.0 versteht AMD vier Speicherkanäle, die die Kommunikation der CPUs untereinander um ein Drittel beschleunigen könne. Der Leistungsschub ergibt sich auch durch die breitere Arbeitsspeicher-Unterstützung. Opteron 6000 erlaubt bis zu zwölf RAM-Riegel pro Prozessor.

AMD Opteron 6000 Plattform
Die Eckdaten des 6100 Prozessors aus der AMD Opteron 6000 Plattform. Bild: Screenshot aus der AMD-Präsentation.

65 bis 105 Watt Stromverbrauch

Neben Kraftkennzahlen sind für Unternehmen auch die Kosten entscheidend. Im Betrieb will AMD diese mit einem neuen Energieverbrauchs-Management drücken und verspricht auch Zukunftssicherheit durch ein Zusammenspiel mit den geplanten Prozessoren mit dem ebenfalls unbescheidenen Codenamen Bulldozer, die auf dem nächsten Server-Prozesserkern basieren. Als Weiterführung der 8- und 12-Kerner sind für das kommende Jahr 12- und 16-Kern-Prozessoren mit dem Namen Interlagos vorgesehen.

Zunächst sind jedoch die Magny-Cours-Modelle an der Reihe, die zu zehnt an den Start gehen. Die fünf 8-Kern-Exemplare 6124 HE, 6128 HE, 6128, 6134 und 6136 liefern 1,8 bis 2,4 Gigahertz (GHz) und benötigen 65 bis 80 Watt. Die Preise bewegen sich je nach Taktfrequenz und Stromverbrauch zwischen 266 und 744 US-Dollar (etwa 200 bis 550 Euro). Für 744 bis 1.386 Dollar (550 bis 1.030 Euro) gibt es 50 Prozent mehr Kerne mit 1,7 bis 2,3 GHz pro Kern. Die drei Ausführungen 6168, 6172 und 6174 benötigen 80 Watt, sparsamer ist der 6164 HE mit einer Leistungsaufnahme von 65 Watt und das Spitzenmodell 6176 SE genehmigt sich 105 Watt.

AMD kündigt bereits eine breite Unterstützung in den Herstellerkreisen an. Anbieter wie Dell, Acer, Cray und SGI würden mehr als 25 neue Systeme auf Basis der Plattform herausbringen, HP hat seine neuen G7-Server mit AMD Opteron 6100 zu Preisen ab unter 1.000 Euro schon vorgestellt. Sie sollen Mitte April auf den Markt kommen.

red
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