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Donnerstag, 22.04.2010 08:31

Facebook will noch mehr Daten von Nutzern

aus dem Bereich Sonstiges

Um zehn Minuten nach 10 Uhr Ortszeit trat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am Mittwoch im Rahmen der Entwicklerkonferenz "f8" in San Francisco an das Rednerpult. Leger in Jeans und schlichtem Sakko gekleidet verkündete Zuckerberg in seiner Keynote-Rede bedeutende Neuigkeiten für die Facebook-Plattform. Zu Beginn jedoch gab er bekannt, dass Facebook inzwischen über 400 Millionen Nutzer habe. Innerhalb von nur drei Jahren sei zudem die Zahl der Facebook-Mitglieder, die auf das soziale Netzwerk mobil zugreifen, auf 100 Millionen angestiegen. Das Ziel von Facebook sei es, noch mehr Menschen miteinander zu vernetzen, Internetnutzern ein personalisiertes Surferlebnis zu bieten und vor allem die Bedienung des Netzwerkes zu vereinfachen. Drei neue Innovationen sollen dies künftig ermöglichen.

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Soziale Plugins und offener Datenaustausch

Bret Taylor, Leiter der Plattform-Entwicklung bei Facebook, stellte die Neuerungen im Detail vor. Für Webseitenbetreiber gibt es nun sogenannte "Social Plugins", die sich mit nur einer Zeile HTML-Code in Internetseiten einbinden lassen. Von besonderer Bedeutung sei etwa der "Like"-Button. Gefällt einem Facebook-Nutzer eine Meldung auf einer Website, die ein solches Plugin einsetzt, so kann er dies mit Betätigen der "Like"-Schaltfläche kommentieren. Auf jeder dieser Webseiten kann er sich dazu mit seinen Facebook-Zugangsdaten einloggen. Opfer des "Gefällt mir" sind die "Fan"-Seiten, die im Zuge der Neustrukturierung abgeschafft wurden.

Auch wenn ein Facebook-Mitglied eine solche Webseite das erste Mal besucht, so kann er dort Artikel finden, die Facebook-Freunde als interessant angegeben haben. Facebook interagiert auf diese Art und Weise mit dem Web statt nur mit seinem eigenen Netzwerk. Andere Plugins können etwa die Aktivitäten der Freunde anzeigen oder personalisierte Empfehlungen geben. Zudem gibt es nun eine sogenannte "Social Bar", die sich automatisch unten auf einer Webseite andocken kann und Zugriff auf die wichtigsten Facebook-Features ermöglicht.


Geht es nach Facebook so sollen "Like"-Button überall im Web auftauchen. Screenshot: onlinekosten.de (Facebook Livestream)

Facebook-Profil wird automatisch upgedatet

Facebook sei nur ein Teil des sozialen Erlebnisses, heißt es. Auf weiteren Webseiten seien User auch aktiv und würden dort ihren Hobbies und Vorlieben nachgehen. Facebook will diese mit "Open Graph" zusammenführen. Das eigene Profil, das viele Nutzer meist nur einmal bei der Registrierung erstellen, wird nun fortdauernd upgedatet. Wenn Mitglieder auf Facebook-Partnerseiten wie der Musikplattform Pandora etwa eine bestimmte Musikband gut finden, so findet sich ein entsprechender Eintrag künftig auch im eigenen Facebook-Profil.


Facebook vernetzt sich mit anderen Webseiten. Screenshot: onlinekosten.de (Facebook Livestream)

Weiter auf Seite 2: Das "Open Graph"-Protokoll als Albtraum der Datenschützer
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