Samstag, 01.05.2010 18:31
Unitymedia beschleunigt Netz auf bis zu 128 Mbit/s
Im vergangenen Herbst hatte der Kabelnetzbetreiber Unitymedia in Nordrhein-Westfalen erstmals die magische Grenze von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) durchbrochen. Seit November des vergangenen Jahres können Kunden in Köln, Aachen und Bergisch-Gladbach bei Buchung der Doppel-Flat 2play 120.000 oder des um digitales Fernsehen erweiterten Paketes 3play 120.000 für jeweils 80 Euro im Monat mit einer Bandbreite von bis zu 120 Mbit/s im Internet surfen. Unitymedia gab nun im Vorfeld der in der nächsten Woche startenden Branchenmesse ANGA Cable bekannt, noch in diesem Jahr weiter kräftig in die Aufrüstung seines Kabelnetzes in Nordrhein-Westfalen und Hessen zu investieren.
128 Mbit/s für 5,7 Millionen Kabelhaushalte
Demnach sollen bis Ende dieses Jahres 80 Prozent der Unitymedia-Kabelhaushalte Surfgeschwindigkeiten von bis zu 128 Mbit/s nutzen können. Damit wird die bisherige maximale Bandbreite noch einmal um acht Megabit angehoben. Möglich wird dies durch die Umrüstung des Netzes auf Fiber Power - basierend auf dem Standard DOCSIS 3.0. Durch diese Technologie sollen nicht nur Kunden in Ballungsgebieten, sondern auch in ländlichen Regionen in den Genuss von Highspeed-Internet kommen. Insgesamt sollen weitere 5,7 Millionen Kabelhaushalte bei Bedarf einen schnellen Internetzugang per Kabel buchen können. Bislang steht nur rund 700.000 Kunden in Köln, Aachen und Bergisch-Gladbach Internet mit bis zu 120 Mbit/s zur Verfügung. Da das Netz von Unitymedia in weiten Teilen auf Glasfaser basiert, sind nach Unternehmensangaben auch zukünftig weitere Steigerungen der Bandbreiten möglich.
"Besonders wichtig ist uns, dass wir unseren Fiber Power Anschluss weiten Bevölkerungskreisen zugänglich machen können – einmal durch die Reichweite unseres Netzes, aber auch durch unsere niedrigen Preise", betont Unitymedia-Chef Gene Musselman. Die nächsten Ausbauschritte und Regionen, in denen das Highspeed-Internet Einzug halten sollen, will Unitymedia nach eigenen Angaben in Kürze bekannt geben. Tiefbauarbeiten seien für die Aufrüstung des Netzes meist nicht mehr erforderlich.
red