Wenn die Hardware-Hersteller neue Notebooks ankündigen, liest man vor allem einen Namen: Intel. Die meisten neuen Laptops rechnen mit den neuen Core i-Prozessoren i3, i5 oder i7. AMD CPUs werden zurzeit weit seltener verbaut, lediglich bei den Grafikkarten mit DirectX-11-Unterstützung macht der Chip-Hersteller auf sich aufmerksam. Jetzt hat AMD aber weitere Prozessoren für Notebooks und Netbooks vorgestellt.
Ultrathin- und Mainstream-Plattform
Genau wie Intel will auch AMD die besonders mobilen Laptops mit langen Akkulaufzeiten ausstatten und hat hierzu eine Plattform aus der AMD Vision Reihe für ultradünne Modelle mit bis zu acht Stunden Ausdauer in petto. Mit der integrierten Grafik sollen die Kunden auch High Definition Videos anschauen können, mit einer dedizierten Grafikkarte soll das AMD System die doppelte Leistung eines vergleichbaren Intel-Nvidia-Gespanns liefern, teilt der Hersteller in Richtung Konkurrenz aus. Die Ultrathin Plattform mit dem Codenamen Nile umfasst bislang zwei Turion II Neo Dual-Core-Prozessoren (K665 und K625) und einen Athlon II Neo Dual-Core namens K325 mit 1,3 Gigahertz (GHz), die jeweils 15 Watt benötigen. Der K125 mit 1,7 GHz bietet nur einen Kern, kommt aber mit 12 Watt aus. Noch sparsamer ist der AMD V Series V105 mit 9 Watt, 1,2 GHz und ebenfalls nur einem Kern.
Stärker und anspruchsvoller ist die Vision Mainstream Plattform Danube, die verschiedenste Prozessoren von Zweikernern (Athlon/Turion/Phenom II) bis hin zum Quad-Core-Exemplar Phenom II Black Edition X920 mit 2,3 GHz und 45 Watt Leistungsaufnahme umfasst. Auch die Dual-Core-Version Phenom II X620 mit 3,1 GHz genehmigt sich 45 Watt. Die Quad- und Triple-Core-Modelle teilen sich jeweils in einen Prozessor mit 25 Watt (P920 mit 1,6 GHz, P820 mit 1,8 GHz, P520 mit 2,3 GHz) und einen mit 35 Watt Stromverbrauch (N930 mit 2,0 GHz, N830 mit 2,1 GHz, N530 mit 2,5 GHz). Die Single-Core-Version V Series V120 mit 2,2 GHz und 25 Watt Verbrauch steckt nicht unter der Vision-Decke. Mehr als 130 neue Notebooks mit den Vision Plattformen erwartet AMD von Partnern wie Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo, MSI und Toshiba.