Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat im deutschen Mobilfunkgeschäft die Rückkehr auf den Wachstumspfad geschafft. Erstmals seit dem dritten Quartal 2008 konnte das Unternehmen hierzulande wieder ein Netto-Neukundenwachstum verzeichnen. Zulegen konnte der Konzern im zweiten Jahresquartal auch im DSL-Geschäft.
Viele neue Mobilfunk-Kunden
Zwischen April und Juni des laufenden Jahres entschieden sich 336.000 neue Mobilfunk-Kunden für eine SIM-Karte des Unternehmens mit Sitz in Düsseldorf. Das geht aus dem am Freitag vorgelegten Geschäftsbericht hervor. Dadurch kletterte die Gesamtkundenzahl in Deutschland auf 34,87 Millionen. Die Mehrzahl davon, 53,9 Prozent, nutzen eine Prepaid-Karte.
Im Durchschnitt konnte Vodafone über jeden Kunden 15,80 Euro im Monat einnehmen. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 15,50 Euro. Die Zahl der gezählten Verbindungsminuten kletterte hierzulande auf einen neuen Rekordwert von 12,25 Milliarden Euro. Nirgendwo in Europa telefonieren Kunden von Vodafone mehr.
DSL-Wachstum schwächt sich ab
Zulegen konnte Vodafone Deutschland auch bei den an das eigene Netz angeschlossenen DSL-Kunden. Allerdings schwächt sich das Wachstum im DSL-Segment deutlich ab. Die Zahl der Neukunden stieg um 21.000 auf 3,84 Millionen. Davon nutzen 381.000 Kunden einen Wholesale-Anschluss. Zum Vergleich: im ersten Quartal konnte Vodafone noch 60.000 neue Breitband-Kunden gewinnen.
Im Jahresvergleich weitestgehend stabil zeigte sich das finanzielle Geschäft. Der Umsatz erreichte 2,25 Milliarden Euro und damit 0,8 Prozent mehr als im zweiten Jahresquartal 2009. Mit Festnetz-Diensten wurden 526 Millionen Euro umgesetzt, mit Mobilfunk-Dienstleistungen 1,64 Milliarden Euro. Das größte Wachstum (31,1 Prozent) ist weiterhin im Geschäft mit mobilen Datentarifen zu finden. Vodafone setzt mit seinen UMTS-Tarifen inzwischen 339 Millionen Euro um.