Keinen besonders lauten Beifall erntet das HD-Display mit 1.366x768 Punkten. Ob nun eine glänzende oder eine entspiegelte Oberfläche schöner oder besser ist, darüber herrscht bei den Nutzern Uneinigkeit. Fest steht, dass der Bildschirm dieses Notebooks etwas blass ist. Wir haben ein Testbild mit mehreren Monitoren verglichen, die kräftigere Farben und tieferes Schwarz anzeigten. Mit ein Grund für die wenig farbintensive Optik des Displays sind seine kleinen Blickwinkel. Schaut man seitlich auf den Bildschirm, wird das Bild schnell dunkler. Noch empfindlicher ist es bei vertikalen Abweichungen, sodass das Display am besten in einen optimalen Winkel gerückt wird.
Satellite L755D Test – Inhalt
- Seite 1: Design, Schnittstellen, Tastatur und Touchpad
- Seite 2: Display, technische Details und Leistung
- Seite 3: Sound, Software, Fazit und Info-Tabelle
Hardware-Bestückung
Unter der roten Haube werkelt ein AMD A6-3400M Quad-Core-Prozessor mit einem Standardtakt von 1,4 Gigahertz (GHz), der als Grafiklösung einen Radeon HD 6520G-Chip spendiert. Die integrierte Grafik verzichtet auf einen eigenen Speicher und zweigt sich daher einen Teil vom Arbeitsspeicher ab. Bei 4 Gigabyte (GB) RAM, so wie im Satellite L755D-12U verbaut, kann die Grafikeinheit der APU bis zu 2.035 Megabyte (MB) nutzen. Sollte der Arbeitsspeicher aufgerüstet werden, was auf bis zu 8 GB möglich wäre, könnte sich der Grafik-Part bis zu 4.083 MB davon für seine Zwecke sichern. Die Festplatte bietet eine Kapazität von 500 GB und rotiert mit 5.400 Umdrehungen pro Minute.
Den Antrieb übernimmt ein AMD A6-Prozessor mit vier Kernen und integrierter Grafik aus der Llano-Reihe. Bild: onlinekosten.de
Leistung der AMD APU: Der Prozessor
Um einordnen zu können, wie schnell der A6-3400M Prozessor ist, haben wir verschiedene Benchmarks durchlaufen lassen (siehe Seite 3). Bezogen auf die Zahlen ist das kürzlich von uns getestete Dell XPS 15z mit Intel Core i5-2410M mit 2,3 GHz ein guter Vergleichskandidat. Intels Zweikerner erreicht etwas bessere Messergebnisse und packt auch Bilder schneller zu einem Zip-Bündel zusammen als AMDs Quad-Core, der sich mittels Turbo Core auf 2,3 GHz hochtakten kann.
Das kann die Grafikkomponente
Gut zupacken kann der integrierte Grafikchip: Im Test erreichte er fast die Leistung, die wir mit dem XPS 15z mit einer Nvidia GeForce GT 525M mit 1 GB gemessen hatten. DirectX-10-3D-Spiele älteren Jahrgangs müssten auch auf hoher Detailstufe flüssig laufen. Anders sieht es über die aktuelle Schnittstelle DirectX-11 aus, die bereits unterstützt wird. Eine Demo von Metro 2033 ließ sich in unserem Test bei nativer Displayauflösung und niedrigen Details nicht flüssig spielen und außerdem Streifen auf dem Display erscheinen. Als wir die Auflösung auf 1.024x600 herunterschraubten, verschwanden die Bildfehler, flüssiges Spielen war aber dennoch nicht möglich. Erst beim Zurückspringen auf DirectX-10 zeigte sich das Spiel auch in der HD-Auflösung spielbar. Eine Demo von Dragon Age II stellte sich als flüssig lauffähig heraus, Full-HD-Videos sind ebenfalls kein Problem. Alles in allem fällt auf, dass auch bei dieser Reihe der AMD APUs – genau wie bei Ontario und Zacate für Mini-Laptops – die Grafikkomponente eine bessere Leistung abliefert als die CPU.
Sparsam im Verbrauch
Im Gegensatz zu dedizierten Grafikkarten verhält sich AMDs APU viel sparsamer. Im Datenblatt des A6-3400 stehen lediglich 35 Watt Thermal Design Power (TDP) für CPU und Grafik gemeinsam. Das lässt nicht nur ein Messgerät zum Energieverbrauch niedriger ausschlagen, sondern ermöglicht im Hinblick auf die doch recht gute Leistung eine relativ lange Akkulaufzeit. Unter maximaler Last leert sich der Akku zwar nach weniger als 2 Stunden, im anspruchslosen Lesemodus hält er aber länger als 6,5 Stunden durch. Wer unterwegs DVDs anschauen möchte, kann mit rund 4 Stunden rechnen und somit auch zwei Filme hintereinander anwerfen.