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Freitag, 30.09.2011 11:31

DAB+: Digitalradio wechselt in NRW die Frequenz

aus dem Bereich Sonstiges

Ein Bilderbuchstart sieht anders aus: Schon kurz nachdem das bundesweite Digitalradio auf Basis des Standards DAB+ im August den Sendebetrieb aufgenommen hatte, hagelte es Kritik. Laut Unitymedia stört DAB+ das Programm von ARD und ZDF im Kabelnetz. Zudem wird auch der Behördenfunk von Polizei und Rettungskräften beeinträchtigt. Anfang September ließ NRW DAB+ in Dortmund abschalten: der Einsatz der Behörden während einer Großveranstaltung sollte durch das neue Digitalradio nicht gestört werden. Bei Media Broadcast, dem technischen Betreiber des Digitalradios, wurde in Zusammenarbeit mit der für die Frequenzvergabe zuständigen Bundesnetzagentur nun zunächst für die DAB+ Senderstandorte in Nordrhein-Westfalen ein schneller Frequenzwechsel in die Wege geleitet.

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Umschaltung von Kanal 5A auf Kanal 5C

Die Umschaltung vom derzeit genutzten Kanal 5A auf den Kanal 5C, auf dem es keine Beeinträchtigungen des Behördenfunks geben soll, erfolgt in diesen Tagen. Betroffen sind die Standorte Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Langenberg und Köln. Digitalradio-Hörer in Nordrhein-Westfalen müssen zum Empfang der Sender auf ihren DAB+ fähigen Geräten einen neuen Sendersuchlauf durchführen.

Für den Wechsel des Kanals war nicht nur die Genehmigung durch die Bundesnetzagentur erforderlich, sondern auch eine internationale Abstimmung. Die niederländischen Inhaber der Nutzungslizenz für den Kanal 5C haben jedoch ihre Zustimmung gegeben. Eine endgültige Lösung soll innerhalb der kommenden vier Wochen gefunden werden.

Erneute DAB+ Abschaltung drohte Anfang Oktober in Bonn

Durch den Frequenzwechsel kommt Media Broadcast einer erneut drohenden Abschaltung des Digitalradios zuvor. Ein solcher Schritt hatte während der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit Anfang Oktober in Bonn erfolgen können. Der Kanal 5C soll nach Möglichkeit auch für die übrigen Regionen Westdeutschlands genutzt werden. Hierzu muss sich der Digitalradio-Betreiber zuvor mit der Bundesnetzagentur und den Frequenznutzern unter anderem in Frankreich und der Schweiz verständigen. Media Broadcast strebt mit Hochdruck eine schnelle Lösung sowohl für Radiobetreiber als auch für die Zuhörer des noch jungen Digitalradios an.

red
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