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Mittwoch, 21.12.2011 08:16

Amazon Kindle im Test: Kompakter E-Book-Reader

aus dem Bereich Computer

Das 6 Zoll große Display des Kindle kommt ohne Touchscreen daher, eine Touchscreen-Version des Readers wird bislang nur in den USA angeboten. Wer ein Smartphone besitzt, wird aus Gewohnheit anfangs sicher den Bildschirm des E-Book-Readers berühren und vergebens auf eine Reaktion warten. Das Display schafft eine Auflösung von 600x800 Bildpunkten, bietet allerdings nur 16 Graustufen. Beim Lesen von Büchern oder Zeitungen ist dies jedoch kein Nachteil, da der Großteil der Texte ohnehin in schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund gedruckt ist. Bei der Anzeige von Fotos wären dagegen mehr Farben wünschenswert.

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Gutes Display und gestochen scharfe Schrift

Der erste Blick auf den Bildschirm überrascht: Die vom Kindle verwendete E-Ink-Technologie stellt die Schrift sehr kontrastreich und scharf dar und kommt an die Qualität eines gedruckten Buchs heran. Die Schriftgröße lässt sich bei Bedarf in acht Stufen anpassen, außerdem stehen drei Schriftarten zur Wahl. Die Bildschirmanzeige lässt sich im Menü manuell von Hochformat auf Querformat umstellen. Zu beachten ist, dass der Bildschirm des Kindles keine Hintergrundbeleuchtung bietet. Damit unterscheidet sich der Kindle beispielsweise von Lesegeräten wie dem Weltbild E-Book-Reader, der für knapp 60 Euro ein TFT-Farbdisplay bietet. Im Gegensatz zu diesem spart der Kindle nicht nur Energie, sondern schont auch die Augen und ist beim Lesen weniger ermüdend. Voraussetzung zur Nutzung des Kindle ist daher wie bei einem klassischen Buch eine ausreichende Beleuchtung.

Als Zubehör bietet Amazon für seine Lesegeräte eine Lederschutzhülle mit integrierter kleiner Leseleuchte an, der Preis von über 50 Euro ist allerdings recht hoch und entspricht rund der Hälfte des Kindle-Kaufpreises. Eine speziell auf den Kindle zugeschnittene Lederhülle ohne Leuchte kostet immerhin noch 34,95 Euro, es gibt aber auch günstigere Alternativen von Drittanbietern. Ein Vorteil des E-Book-Readers gegenüber Smartphones und Notebooks: Auch bei strahlendem Sonnenschein soll sich auf dem Kindle ohne störende Spiegeleffekte lesen lassen. Je nach Lichtquelle und Halteposition ist dennoch eine leichte Spiegelung feststellbar, der Text bleibt jedoch lesbar. Das Umblättern von Seiten erfolgt fließend, das dabei kurz auftretende Flackern beim Aktualisieren der E-Ink-Anzeige fällt nach kurzer Eingewöhnungszeit kaum mehr auf.

Kindle Schriftgröße und Wörterbuch
Die Schriftgröße lässt sich schrittweise verstellen (li.), ein integriertes Wörterbuch hilft bei unbekannten Wörtern. Bilder: Amazon

Akku-Laufzeit von bis zu einem Monat

Strom verbraucht der Kindle bei deaktiviertem WLAN quasi nur beim Umblättern, also dem Anzeigen neuer Seiten. Der Vorteil von E-Ink ist, dass die Darstellung des Textes selbst keine zusätzliche Energie benötigt. Bei rund zehn Minuten Inaktivität schaltet sich automatisch ein Bildschirmschoner ein. Amazon gibt die Akkulaufzeit mit bis zu einem Monat an. Im Kleingedruckten finden sich jedoch Einschränkungen. Ein vollgeladener Akku lässt sich nur dann rund einen Monat lang verwenden, wenn die WLAN-Funktion deaktiviert ist und täglich nicht mehr als bis zu einer halben Stunde gelesen wird.

In unserem Test haben wir das Kindle intensiver genutzt und kamen mit zeitweise eingeschaltetem WLAN, Surfen im Kindle-Shop, täglichem Lesen von digitalen, für das Kindle aufbereiteten Zeitungen sowie von zwei zusammen mehr als 1.000 Seiten starken Büchern auf eine Akkulaufzeit von 18 Tagen. Um Energie zu sparen, sollte die WLAN-Funktion bei Nichtgebrauch wieder deaktiviert werden. Insgesamt sollte die Laufzeit auch für eine längere Urlaubsreise reichen. Der Kindle lässt sich zudem relativ schnell innerhalb von rund drei Stunden per USB-Kabel wieder aufladen. Aufgrund des geringen Energieverbrauchs wird das Lesegerät nicht warm und lässt sich auch mehrere Stunden problemlos in der Hand halten. Amazon gibt für den Kindle eine Herstellergarantie von einem Jahr.

Über das eigene Amazon-Konto im Bereich "Mein Kindle" lassen sich insgesamt bis zu sechs Kindle sowie die digitalen Inhalte verwalten. Bei einem Online-Kauf des Kindle ist das Lesegerät bereits auf den Käufer registriert und nach Einrichtung des WLAN-Netzwerkes direkt einsatzbereit. Amazon bietet im deutschen Kindle Shop derzeit bereits über eine Million E-Books an, über 53.000 davon in deutscher Sprache. Zudem stehen aktuell zwölf Zeitungen wie "FAZ", "Süddeutsche", "Welt" und "Die Zeit" sowie acht Zeitschriften zur Verfügung. Als Neuzugang im Dezember ist nun auch das Nachrichtenmagazin "Focus" in einer Kindle-Version erhältlich.

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