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Dienstag, 13.03.2012 17:46

Microsoft warnt vor Plagiaten bei softwarebilliger.de

aus dem Bereich Computer

Microsoft warnt vor dem Vertrieb illegaler Software-Produkte über den Online-Shop softwarebilliger.de. Dieser wirbt offensiv damit, nicht nur Lagerware zu verkaufen, sondern "alles daran zu setzen", benötigte Komponenten oder Software zu "fairen Preisen" zu beschaffen. Dabei scheint der Internet-Händler zumindest zeitweise auch auf dunkle Kanäle zurückgegriffen zu haben. Nach Angaben von Microsoft seien von softwarebilliger.de wiederholt gefälschte Datenträger mit Windows-Betriebssystemen in Umlauf gebracht worden.

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Plagiatsverkauf trotz juristischer Schritte

So erwirkte Microsoft bereits im vergangenen Jahr am Landgericht Frankfurt eine Einstweilige Verfügung (Aktenzeichen: 2-06 O 390/11) und stellte Strafantrag gegen den damaligen Geschäftsführer, nachdem mehrere Kunden bei softwarebilliger.de Windows-7-Plagiate erstanden hatten. Ein daraufhin eingelegter Widerspruch wurde im September 2011 durch das Landgericht zurückgewiesen. Zuvor hatten Beamte des Landeskriminalamts Berlin bei einer Durchsuchung des Warenbestandes mehrere tausend Fälschungen diverser Microsoft-Programme zutage gefördert. Dennoch legte der Beschuldigte Berufung ein.

Währenddessen wurde softwarebilliger.de von einem neuen Betreiber übernommen. An den bisherigen Geschäftspraktiken änderte der Inhaberwechsel allerdings nichts. Laut Microsoft verschickte das Unternehmen fortgesetzt gefälschte Datenträger mit Windows-Logo, woraufhin Ende Oktober am Frankfurter Landgericht ein zweiter Strafantrag gestellt sowie eine weitere Einstweilige Verfügung (Aktenzeichen: 2-03 O 474/11) erwirkt worden sei. Auch gegen diese Maßnahme wurde sogleich Widerspruch eingelegt, obwohl bei einer erneuten Durchsuchung der Lagerräume wiederholt umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden konnte. Zudem sei der Handel mit den Schwarzkopien auch danach weitergegangen.

Microsoft empfiehlt Echtheitsprüfung

Kunden von softwarebilliger.de empfiehlt Microsoft daher, erworbene Software des Unternehmens kostenfrei auf ihre Echtheit prüfen zu lassen. Dafür ist es notwendig, den Datenträger, eine Rechnungskopie sowie eine Eidesstaatliche Versicherung an Microsoft zu schicken. Der Erwerb des Produktes darf dabei nicht länger als sechs Monate zurückliegen. Verbraucher, deren Programme sich im Rahmen des Prüfungsprozesses als Plagiate entpuppen, erhalten ein entsprechendes Originalprodukt als Ersatz. Weitere Informationen stehen unter www.microsoft.de/pid zur Verfügung.

Softwarebilliger.de wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Ein Sprecher teilte unserer Redaktion auf Nachfrage lediglich mit, man bereite eine "Gegendarstellung" vor.

red
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