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Sonntag, 01.04.2012 12:01

Neues iPad im Test: Viele Pixel, wenige Ports

aus dem Bereich Computer

An der Taktik, dem iPad ohne Zubehör – drahtlose Netzwerken und Bluetooth-Peripherie ausgenommen – eine Kontaktsperre aufzuerlegen, hält Apple fest. Wie das erste iPad beschränkt sich auch das dritte auf einen Kopfhöreranschluss und eine Synchronisations-Schnittstelle. Für die Bildausgabe an einem Flachbildfernseher per HDMI oder einem VGA-Monitor sowie den Anschluss einer Kamera und SD-Speicherkarte ist ein Blick auf Apples Zubehörsortiment unumgänglich. Mindestens 29 Euro werden dann fällig – pro Adapter. Von Haus aus mit dabei sind lediglich ein USB-Kabel und ein Netzadapter. Das iPad lässt sich zwar auch direkt an einem USB-Port am Notebook oder PC aufladen, aber nur, wenn ihm genügend Energie zur Verfügung steht. Andernfalls erscheint der Hinweis "lädt nicht". Das Aufladen ist ein langwieriger Prozess: Nach einer vollständigen Leerung sind mehr als 5 Stünden nötig.

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Apple iPad Test – Inhalt

  • Seite 1: Display, Optik und Akkulaufzeit
  • Seite 2: Schnittstellen, Leistung und Apps
  • Seite 3: iOS, iTunes, Diktierfunktion und Tastatur
  • Seite 4: Formatunterstützung, Kameras, Fazit und Info-Tabelle

Dual-Core-Prozessor und Leistung

Das neue iPad basiert auf einem Apple A5X System-on-a-Chip (SoC), das sich aus einem Dual-Core-Prozessor und einer Quad-Core-Grafikeinheit zusammensetzt. Damit verspricht Apple trotz höherer Anforderungen ein ebenso flüssiges Handling wie bei der Vorgänger-Generation. Die Rechnung geht auf: Die Handhabung des iPad fühlt sich durchweg butterweich und verzögerungsfrei an. Ob beim Klicken durch das Menü und die Einstellungen, Stöbern in iTunes, Starten oder Wechseln von Apps – das neue iPad bringt alles zügig in den Vordergrund. Besonders flott ist der Rotationsmodus. Asus Eee Pad Tranformer Prime mit Android 4.0 konnte je nach Bildschirminhalt knapp mithalten, insgesamt wechselte das iPad während unseres Direktvergleichs aber flotter die Seiten – zum Beispiel bei Fotos. Auch das Websurfen verlief deutlich flüssiger und homogener. Webseiten luden auf dem iPad mal gleich schnell, oftmals aber wesentlich zügiger, was sich insbesondere beim Scrollen durch lange, bildlastige Seiten zeigte. Was das iPad nach wie vor ablehnt, sind Flash-Inhalte.

Apple iPad - Infinity Blade II
Schöne Grafik: "Infinity Blade II" auf dem neuen iPad. Screenshots: onlinekosten.de

Um uns weiter von der Hardware-Leistung und Wärmeentwicklung zu überzeugen, haben wir Infinity Blade II ausgewählt – genau das Spiel, bei dem das US-Testmagazin "Consumer Reports" eine starke Erwärmung des iPad feststellte. Bei starker Forderung und/oder Nutzung über einen längeren Zeitraum wird das neue iPad an der Unterseite tatsächlich recht warm, wenn auch nicht unangenehm heiß. Mehrere Stunden am Stück in der Sommersonne genutzt, dürfte das auf den Beinen zu spüren sein. Laut Apple liegt die Temperatur trotz allem im Rahmen der Vorgaben. Zum eigentlichen Spiel: Grafisch schneidet das Tablet sehr gut ab und spricht daher auch Spieler an. Zum Testzeitpunkt listete Apple in seiner Sammlung von Apps, die bereits auf das Retina-Display zugeschnitten sind, aber erst knapp 20 Spiele auf – darunter Angry Birds Space HD und Sky Gamblers Air Supremacy.

Apps

Apple iPhoto auf dem neuen iPad
Apples iPhoto kostet 3,99 Euro; mit der Bildbearbeitung lassen sich mehrere Bilder nebeneinander ansehen und auch RAW-Dateien öffnen und bearbeiten. Screenshots: onlinekosten.de

Die vorinstallierten Apps und ihre Symbole auf dem Homescreen sind bereits fit für die Auflösung. Hierzu zählen unter anderem der Safari-Browser, das Game Center, ein Kalender, Kontakte, Notizen und Karten. Apps, die die Pixelmasse noch nicht einwandfrei handlen können, erkennt man an kleinen Schönheitsfehlern. Wir haben rund 20 verschiedene Apps für das iPhone und iPad 2 ausprobiert und dabei keine entdeckt, die schwerwiegende Darstellungsfehler zeigte. Es kann jedoch sein, dass Buttons leicht verschoben sind (Napster) und Textgrafiken oder Fotos pixelig aussehen. Texte erscheinen in der Regel trotzdem scharf. In iTunes beziehungsweise im App Store weist Apple derzeit explizit auf Apps für das neue iPad hin. Mit von der Partie sind die eigenen Anwendungen iPhoto, iMovie, Pages, Keynote (alle kostenpflichtig), iBooks und iTunes U, aber auch Twitter, Evernote und Nachrichten-Apps. Insgesamt stehen laut Apple mehr als 200.000 iPad-Apps bereit. Programme für das iPhone lassen sich ebenso nutzen, werden dann aber entweder verkleinert oder hochskaliert angezeigt, sind aber immerhin schärfer als auf den früheren iPads.

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