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Montag, 16.04.2012 13:46

Neue TLDs: Verfahren könnte sich weiter verzögern

aus dem Bereich WebHosting

Die in der vergangenen Woche im Rahmen des Anmeldeverfahrens für die neuen Top Level Domains (TLDs) aufgetretene technische Panne ist offenbar schwerwiegender als angenommen. Wie die zuständige Verwaltungsorganisation ICANN zuletzt am Sonntag in einer offiziellen Stellungnahme bestätigte, hatte eine unbekannte Anzahl von Bewerbern Einblick in bestimmte Daten anderer Antragsteller. Das zur Erfassung der Interessenten genutzte Computersystem ist daher bereits seit Donnerstag vergangener Woche abgeschaltet. Bislang war geplant, den Prozess am Dienstag wieder aufzunehmen und bis zum 20. April zu verlängern; nun scheint auch dieser Termin fraglich – mit möglichen Auswirkungen auf das gesamte Prozedere.

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Suche nach den Ursachen der Datenpanne

Nach Angaben von ICANN-Manager Akram Atallah suche man derzeit noch mit Hochdruck nach den Ursachen der Sicherheitslücke und führe verschiedene Tests durch. Auch externe Experten seien dabei involviert. Nach derzeitigem Stand habe es aber keinerlei Datenverluste oder Manipulationen gegeben. Von der Offenlegung ihrer Daten betroffene Bewerber sollen zudem zeitnah nähere Informationen über das Ausmaß der Indiskretion erhalten.

Bevor nicht sichergestellt sei, dass der Fehler vollständig behoben werden konnte, bleibe das System offline, betonte Atallah. Aus diesem Grund könne sich der Neustart entgegen bisheriger Ankündigungen weiter verzögern. Ob die Planungen über eine Fristverlängerung bis zum 20. April Bestand haben, soll noch am Montag (Ortszeit) bekannt gegeben werden. Deutsche Nutzer müssen sich aufgrund der Zeitverschiebung bis spätestens zum frühen Dienstagmorgen gedulden. Auch die ursprünglich für den 30. April terminierte öffentliche Bekanntgabe der zugelassenen Bewerber steht demnach möglicherweise zur Disposition. Zwar werde das Datum weiter anvisiert, Änderungen seien angesichts der derzeitigen Situation aber möglich, so Atallah.

Verlängerung des Verfahrens könnte weitere Konsequenzen haben

Neben dem Image-Schaden könnte die Panne für die ICANN auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Aus Sicht der Domain-Expertin Jennie-Marie Idler-Larsen führt die Verlängerung des Verfahrens zu einer Benachteiligung von Antragstellern, deren Unterlagen fristgerecht eingegangen sind. Wer seine "Hausaufgaben" nicht rechtzeitig gemacht habe, erhalte nun eine zusätzliche Chance, sagte Idler-Larsen dem Online-Magazin internetworld.de. Dies sei unfair.

Zwar dürfte die Zwangspause in den meisten Fällen keine Rolle spielen. Sollte es im Laufe des Vergabeverfahrens allerdings zu Konflikten um einzelne Adressendungen kommen, bildet die Unterbrechung möglicherweise die Grundlage für Klagen gegen die Domain-Organisation.

red
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