QSC macht sich fit für weiteres Wachstum
Die Kölner QSC AG treibt ihre Transformation von einem klassischen Netzbetreiber zu einem ITK-Anbieter mit Schwerpunkt auf dem Wholesale- und Businesskunden-Geschäft weiter voran. Die nun veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal des aktuellen Geschäftsjahres von Januar bis Ende März liegen nach Unternehmensangaben im Plan. Allerdings bedeutete unter anderem die Übernahme der INFO AG im Mai des vergangenen Jahres einen erheblichen Umbruch. Die Mitarbeiterzahl von QSC verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal wegen der Übernahme sowie hoher Auftragseingänge von 656 auf 1.366 Beschäftigte.
Mehr Umsatz & Investitionen, weniger Gewinn
QSC konnte den Umsatz in den ersten drei Monaten dieses Jahres insgesamt um 10 Prozent auf 116 Millionen Euro steigern. Erfolgreich präsentierte sich insbesondere der ITK-Umsatz im Direkten Vertrieb, der um 78 Prozent auf 42,1 Millionen Euro zulegte. Der indirekte Vertrieb kletterte leicht um knapp eine Million Euro auf 28,8 Millionen Euro. Der klassische Resale-Geschäftsbereich verzeichnete im ersten Quartal dagegen einen um 15 Prozent auf 45,2 Millionen Euro gesunkenen Umsatz.
Der parallele Betrieb der Zentralen von QSC und der INFO AG, die laufenden Integrationskosten sowie die temporäre Beschäftigung externer IT-Spezialisten sorgte für einen Rückgang des EBITDA, dem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, auf 17,5 Millionen Euro nach 20,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Investitionen lagen in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei 8,7 Millionen Euro nach 6,4 Millionen Euro im Vorjahr. Unter anderem wurde in München ein neues Rechenzentrum errichtet. In Folge lag auch der Konzerngewinn mit 2,3 Millionen Euro unter dem Ergebnis von 6,5 Millionen Euro noch ein Jahr zuvor. Dennoch konnte QSC die Nettoverschuldung im ersten Quartal um 18 Prozent auf 27,3 Millionen Euro abbauen.
QSC: 2012 ist ein "Vorbereitungsjahr" - Prognose bekräftigt
Das Kölner Unternehmen zeigt sich mit dem ersten Quartal zufrieden. "Dieses Ergebnis entspricht unseren Erwartungen", erläutert QSC-Vorstandsvorsitzender Bernd Schlobohm. "2012 ist ein Vorbereitungsjahr, um die volle Schlagkraft der QSC-Gruppe zu erreichen. Mit diesen Vorbereitungen sind unmittelbar Kosten beispielsweise für eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe und die Entwicklung neuer Produkte und Dienste verbunden, während sich die Umsätze erst später einstellen", kommentiert Schlobohm die Quartalszahlen. Die Anfang März vorgelegte Prognose bekräftigt das Unternehmen und erwartet für dieses Jahr insgesamt einen Umsatz von 480 bis 510 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt soll 2012 die Vermarktung cloudbasierter Produkte sein. Anfang März hatten die Kölner mit Cospace einen kostenlosen Cloud-Dienst gestartet. Bis zum Jahresende sollen vier bis sechs Cloud-Produkte marktreif sein.
red