Sonntag, 27.05.2012 10:01
Telekom: LTE-Ausbau in Hannover & weiteren Orten
aus dem Bereich Mobilfunk
Die "weißen Flecken", die nicht oder nur unzureichend mit Breitband versorgten Orte, werden dank Long Term Evolution (LTE) in diesem Jahr zügig mit schnellem Internet erschlossen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des LTE-Ausbaus des Informationsportals 4g.de. Die Deutsche Telekom kam auch in dieser Woche mit dem Ausbau voran und konnte weitere Gemeinden in vier Bundesländern mit dem Mobilfunkstandard der vierten Generation versorgen. Wir geben einen Überblick.
LTE für Stadt und Land
In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover lässt sich das mobile Internet im Telekom-Netz ab sofort auch per LTE nutzen. Der Bonner Konzern betreibt das Funknetz dort im 1.800 Megahertz-Frequenzband, das sich vor allem für die Versorgung städtischer Gebiete mit Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) eignet. Der Radius der Funkzellen bei LTE-1.800 und LTE-2.600 beträgt bis zu 2 Kilometer. In diesem Jahr sollen rund einhundert Städte in Deutschland LTE erhalten.
Die Telekom nutzt daneben in ländlichen Regionen zusätzlich Frequenzen im 800 MHz-Bereich, in dem sich Download-Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s realisieren lassen. Ab sofort steht LTE in diesem Rahmen in Gommern in Sachsen-Anhalt, im thüringischen Wiehe, im sächsischen Regis-Breitingen sowie im bayerischen Ornbau zur Verfügung. Die Bandbreiten werden aber zunächst auf maximal 7,2 Mbit/s im Download sowie auf 1,4 Mbit/s für den Upload begrenzt. Die Telekom will mit der Drosselung erreichen, dass alle Haushalte im Umkreis eines LTE-Standortes Zugriff auf das schnelle Internet haben. Eine LTE-Basisstation versorgt eine Fläche mit einem Radius von bis zu zehn Kilometern. Bis zum Jahresende will der Bonner Konzern bundesweit rund 1.000 weitere Standorte mit LTE erschließen. Damit sollen auch nahezu alle "weißen Flecken" geschlossen werden.

Die Telekom baut ihr LTE-Netz in diesem Jahr sowohl in ländlichen Regionen als auch verstärkt in Städten aus.
Grafik: Deutsche Telekom
Mobiler LTE-Empfang per Speedstick - Ärgernis Bandbreitendrosselung
Der mobile LTE-Empfang erfolgt per LTE-Speedstick, der sich über die USB-Schnittstelle mit einem Computer oder einem Notebook verbinden lässt. Der Stick installiert sich selbständig. Die Telekom bietet ihre neuen mobilen Datentarife "Mobile Data" ab 19,95 Euro an. Die maximale Surfgeschwindigkeit von 100 Mbit/s inklusive Speedstick LTE lässt sich mit dem Tarif "Mobile Data XL" für monatlich 79,95 Euro in ersten Städten nutzen. LTE für zuhause gibt es dagegen vor allem für ländliche Regionen als Call & Surf Comfort via Funk für 39,95 Euro.
Der Nachteil der LTE-Tarife: Wie schon bei UMTS erhalten Kunden nur ein begrenztes Inklusivvolumen, das sich mit der maximalen Bandbreite nutzen lässt. Der Call&Surf-Tarif bietet ohnehin nur maximal 7,2 Mbit/s im Download. Nach einem übertragenen Datenvolumen von 10 Gigabyte (GB) im Monat wird die Surfgeschwindigkeit für den Rest des Monats aber auf 384 Kilobit pro Sekunde begrenzt. Beim Tarif "Mobile Data XL" für knapp 80 Euro im Monat sind 30 GB Highspeed-Volumen inklusive. Als DSL-Alternative taugt ein LTE-Anschluss damit aktuell nur bedingt.
Informationen zur LTE-Verfügbarkeit der Telekom sowie von Vodafone und Telefónica Germany am eigenen Wohnort haben wir auf einer Hintergrundseite bereitgestellt. Dort finden sich auch Hinweise zum Telekom LTE-Verfügbarkeitscheck.
red