Mittwoch, 13.06.2012 13:31
Juni-Patchday: Sieben Updates für 27 Lücken
Anfang März versuchten sich Hacker aus aller Welt auf der Konferenz Pwn2Own daran, Sicherheitslücken in den gängigen Internet-Browsern ausfindig zu machen. Neben Chrome und Firefox musste dabei auch der mittlerweile etwas angegraute Internet Explorer 9 Federn lassen. Während Google und Mozilla im Anschluss relativ zeitnah mit Updates reagierten, hat Microsoft erst mit dem aktuellen Juni-Patchday eine Lösung für die als "kritisch" eingestufte Schwachstelle (MS12-037) anzubieten. Darüber hinaus schließen die Redmonder 26 weitere Lecks.
Workaround für "kritisches" Leck
Für ein weiteres "kritisches" Problem in den XML Core Services (MSXML) 3.0, 4.0, 5.0 und 6.0 aller Windows-Versionen steht hingegen noch kein Patch zur Verfügung, obwohl dieses laut Microsoft bereits für gezielte Attacken beziehungsweise das Ausführen von Schadcode ausgenutzt wird. Dabei soll es etwa genügen, eine bösartig modifizierte Website mit dem Internet Explorer aufzurufen.
Da der Fehler aber im Betriebssystem selbst zu finden ist, können auch andere Programme als Angriffsfläche dienen, die auf die betroffenen Windows-Komponenten zugreifen. Der Software-Konzern empfiehlt daher nachdrücklich, umgehend einen über die Knowledge-Base zugänglichen "Fix-it"-Workaround zu implementieren.
Umgehende Aktualisierung wird empfohlen
Die per "Windows Update" automatisch behandelten Probleme betreffen alle aktuellen Windows-Versionen (XP SP3, Vista, Windows 7, Server 2003, Server 2008, Server 2008 R2) sowie den Internet Explorer, Lync, Dynamics AX und das .NET Framework. Neben zwei Updates für als "kritisch" beurteilte Lecks im Windows-Remotedesktopprotokoll (MS12-036) sowie im .NET-Framework ( MS12-038) verteilt Microsoft vier weitere Flicken für Sicherheitslücken mit dem Schweregrad "Hoch" (MS12-039, MS12-040, MS12-041 und MS12-042) bei denen es unter bestimmten Umständen zur unerlaubten Erhöhung von Berechtigungen sowie zu einer Ausführung von beliebigem Code über das Internet kommen kann.
Die Installation der Patches erfolgt in der Regel automatisch, insofern die Auto-Update-Funktion des Betriebssystems nicht zuvor manuell deaktiviert wurde. Alternativ stehen alle Dateien auch zum manuellen Download auf der Microsoft-Homepage zur Verfügung.
red