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Mittwoch, 20.06.2012 18:46

Microsoft: Mit der "Metro" in die "PC-Plus-Ära"

aus dem Bereich Computer

Trotz der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets glaubt der scheidende Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, Ralph Haupter, nicht an das vielfach kolportierte Ende der PC-Ära. Dies sei schon oft verkündet worden. "Bereits in den 80er-Jahren wurde das erste Mal behauptet, dass der PC tot ist", sagte Haupter. Gleichwohl hätten sich alle Prognosen bisher als falsch erwiesen, PCs verkauften sich unverändert gut. Für Microsoft gehe es auch heute nicht um den Glaubenskrieg, ob der PC ausgedient habe, sondern darum, wie er sich künftig entwickle, so Haupter am Mittwoch auf dem 24. Medienforum.NRW in Köln.

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"Wir sprechen von einer PC-Plus-Ära"

Diese sei vor allem durch ein Hype-anfälliges Marktumfeld, den Trend zur Cloud und neuen "natürlichen" Eingabemethoden sowie eine Vielzahl parallel genutzter Endgeräte gekennzeichnet, die das Microsoft-Gründungsmotto "Ein PC auf jedem Schreibtisch in jedem Haushalt" längst hinter sich gelassen habe. "Wir sprechen von einer PC-Plus-Ära", betonte Haupter. Der Windows-Konzern setze dabei auf das hauseigene Ökosystem mit der künftig auch im Desktop-Bereich verwendeten Metro-Oberfläche als Bindeglied zwischen verschiedenen Geräteformen.

Ein Ausdruck für diese Strategie sei etwa der am Montag vorgestellte Tablet-PC "Surface". Dieser vereine verschiedene Formfaktoren und besitze eine vollwertige Tastatur. In Sachen Marktchancen des Gerätes gab sich Haupter äußerst optimistisch. Man habe ein überwältigendes Interesse registriert. "Vor allem die Farben sind anscheinend der totale Hype. Wir sind völlig begeistert." Exzellente Absatzchancen sieht der Microsoft-Manager auch für das im Herbst erwartete Windows 8. Das Feedback des Marktes sei bisher "sensationell". Dies gelte insbesondere auch für den Wachstumsmarkt China.

Ralph Haupter
Microsoft-Deutschland-Geschäftsführer Ralph Haupter sind sein Unternehmen gut für die Zukunft gerüstet. Bild: onlinekosten.de

Auf die Nachfrage, ob die Tablet-Eigenentwicklung "Surface" nicht ein leiser Abgesang auf den Partner Nokia sei, reagierte Haupter gelassen. Das eine hätte mit dem anderen wenig zu tun. Vielmehr glaube man an eine gemeinsame Zukunft im Rahmen von Windows Phone. Auch den Einwand, das mobile Betriebssystem wecke bislang allerdings eher Assoziationen an Apple-Produkte aus den 90er-Jahren, die zwar schön gewesen seien, aber weitgehend unverkäuflich, wollte der CEO nicht gelten lassen. Microsoft glaube an den Erfolg von Windows Phone. "Wir bleiben dran."

red
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