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Montag, 25.06.2012 10:01

HP Envy 14 Spectre im Test: Schön, aber teuer

aus dem Bereich Computer

2009, als der Begriff Ultrabook noch unbekannt war, brachte HP mit der Envy-Serie dünne und leichte Luxus-Laptops auf den Markt, die sich unter anderem durch einen Material-Mix aus Magnesium, Aluminium und Glas auszeichneten. Auf der diesjährigen CES in Las Vegas im Januar stellte Hewlett-Packard dann eine Ultrabook-Variante, das HP Envy 14 Spectre, vor. Ist bei anderen Notebooks lediglich der Bildschirm mit Glas abgedeckt, verwendet der Hersteller das Material beim Spectre auch für den Gehäuse-Deckel und die Handballenauflage. Und wer sich schon einen Glas-Laptop gönnt, soll auch einige Extras erhalten, dachte sich offenbar HP und baute diverse Zugaben ein. Auf einen günstigen Preis darf also nicht gehofft werden. Wir haben das rund 1.400 Euro teure Ultrabook auf den Prüfstand gestellt.

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HP Envy 14 Spectre Test – Inhalt

  • Seite 1: Design, Display und Tastatur
  • Seite 2: Schnittstellen, Sound, Hardware und Leistung
  • Seite 3: Software, Fazit und Test-Tabelle

Gläserner Laptop: Putzen ist Pflicht

326x220x19 Millimeter – das sind die ungefähren Maße des Mobilrechners. Das Gehäuse läuft an der Vorderseite nicht spitz zu, sondern ist ebenmäßig geformt. Mit den sauber abgerundeten Ecken liegt es angenehm, aufgrund der rund 1,8 Kilogramm Gewicht aber nicht unbedingt leicht in der Hand. Da Ober- und Unterteil zugeklappt komplett abschließen, dürften in der Tasche keine Kleinigkeiten zwischen Display und Tastatur rutschen. Aufklappen lässt es sich trotzdem gerade noch mit einer Hand. Auf der matten, gummierten Unterseite sorgen vier Standfüße für einen sicheren Halt und Fingerabdrücke sind eher nicht zu befürchten. Dafür umso mehr auf dem Deckel und rund um das Touchpad: Insbesondere die schwarze Außenseite ist ein wahrer Magnet für Verschmutzungen. Regelmäßiges Nachputzen zählt daher zum Pflichtprogramm, wenn der insgesamt edle Look erhalten bleiben soll.

HP Envy 14 Spectre Testbericht – Design
Das HP Envy 14 Spectre ist nichts für Preisbewusste: Glas, edles Design und Extras verleihen einen Luxus-Status. Bilder: onlinekosten.de

Laut HP ist das Glas kratzfest, mit dem Fingernagel oder einem Lineal lässt sich kein Schaden anrichten. Wie widerstandsfähig die glänzenden Oberflächen im Alltag sind, lässt sich jedoch erst nach einem längeren Einsatz beurteilen.

14-Zoll-Display mit hoher Auflösung

HP Envy 14 Spectre Display
Die Vorzüge des Displays: eine hohe Auflösung und eine kratzfeste Glasscheibe. Der Nachteil sind die Spiegelungen. Bild: onlinekosten.de

Das durch eine glänzende Scheibe geschützte Display misst 14 Zoll und liefert mit 1.600x900 Bildpunkten eine höhere Pixeldichte als andere Ultrabooks, die zum gleichen Zeitpunkt erschienen sind. Erst im aktuellen Sommer trudeln weitere Geräte der Intel-Marke mit Auflösungen jenseits des HD-Standards von 1.366x768 Bildpunkten (16:9) ein. Das Envy-Display ist gut geeignet, um mehrere Anwendungen nebeneinander anzuzeigen, ohne, dass die Schriftgröße zu mickrig wird oder die Übersicht verloren geht. Die Farbqualität stimmt ebenfalls und die seitlichen Blickwinkel gestatten dem Sitznachbarn eine angenehme Sicht. Neigt man den Bildschirm aber vor oder zurück, muss eher mit zu dunklen oder zu hellen Farben gerechnet werden. Nachteil in der warmen Jahreszeit: Ist das Wetter schön oder sitzt der Nutzer im Freien, spiegelt sich die Umgebung stark in der glatten Glas-Abdeckung. Mit einer höheren Helligkeit hätte HP dem besser entgegenwirken können.

Komfortable Tastatur

Eine Beleuchtung findet sich zudem unter den matt-schwarzen Tasten. Sie lässt sich abstellen, wenn sie generell nicht gebraucht wird, kann aber auch das Ruder übernehmen. In dunklerer Umgebung schaltet sie sich mittels Sensor selbständig ein, sobald der Nutzer Tastatur oder Touchpad berührt, und nach ein paar Sekunden auch wieder aus, wenn er aufsteht und den Laptop alleine lässt. Hat man sich an den kurzen Tastenanschlag gewöhnt, geht das Tippen auf den großen Tasten gut von der Hand. Touchpad und Klicktasten lassen sich gleichermaßen gut bedienen. Dennoch trifft die spiegelglatte Oberfläche sicher nicht jeden Geschmack. Wo die Cursor-Fläche endet und der Klickbereich anfängt, hat HP optisch gekennzeichnet.

Insgesamt ist die Verarbeitung tadellos. Einen Punktabzug gibt es lediglich für den nicht starren Deckel und die Gehäuse-Unterseite, die bei unserem Testgerät an einer Stelle minimal Spiel hatte und sich eindrücken ließ.

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