Unter den Schnittstellen reihen sich an der linken Seite ein Kartenleser, Kopfhörer-/Mikrofonanschluss, DisplayPort, HDMI, Gigabit LAN zum Ausklappen, USB 2.0 und USB 3.0 aneinander. Die Ports liegen dicht zusammen, ein sehr breiter USB-Stecker könnte daher dafür sorgen, dass der zweite Anschluss nicht mehr nutzbar ist. Ein zusätzlicher USB-Port befindet sich am kleinen Netzteil, so dass ein Smartphone oder Tablet PC ohne weitere Steckdose aufgeladen werden können. Vorder- und Rückseite bleiben unbeschrieben, auf der rechten Seite lässt sich der Sound steuern. Zunächst gibt es einen kleinen Knopf, der die Lautsprecher abschaltet, und ein praktisches Rädchen für die Lautstärke. Es lohnt sich außerdem, den Button mit dem roten Logo von Beats by Dr. Dre zu drücken: Dann wird der recht schwache Laptop-Sound deutlich aufpoliert, klingt satter und lässt sich überraschend laut aufdrehen. Mit Bass-orientierten In-Ear-Hörern kombiniert, kann es schon zuviel des Guten werden, das passende Sound-Profil für derartige Ohrstöpsel ist jedoch in der Software hinterlegt und schafft den nötigen Ausgleich.
HP Envy 14 Spectre Test – Inhalt
- Seite 1: Design, Display und Tastatur
- Seite 2: Schnittstellen, Sound, Hardware und Leistung
- Seite 3: Software, Fazit und Test-Tabelle
Gute Leistung und lange Laufzeit
Das HP Envy 14 Spectre ist ein Ultrabook der zweiten Generation und daher noch nicht mit einem neuen Intel Ivy Bridge-Prozessor bestückt. Stattdessen werkelt eine Intel Core i5-2467M Dual-Core-CPU aus der Vorgängerreihe Sandy Bridge, wie üblich gestützt durch 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, im Glaskasten. Den 1,6-Gigahertz-Prozessor (GHz) mit integrierter Intel 3000 Grafik konnten wir bereits im Toshiba Satellite Z830 Test sowie im Asus Zenbook UX21E Test in Aktion sehen. Der Turbomodus verleiht ihm im Bedarfsfall bis zu 2,3 GHz, während der Grafikchip problemlos HD- und Full-HD-Filme stemmt. Um die Reserven zu prüfen, öffneten wir zwei Dutzend Browser-Tabs, ein Full-HD-Video im Mediaplayer und einen zweiten Full-HD-Clip bei YouTube. Beide Videos liefen ohne zu ruckeln, wobei dem Prozessor knapp 50 Prozent seiner Kapazität blieben und der RAM zu etwa zwei Drittel ausgelastet war. Ein Laufwerk ist nicht integriert.
HP hat nur eine Gehäuseseite für Schnittstellen vorgesehen, entsprechend eng liegen sie beieinander.
Bilder: onlinekosten.de
Mit einer Thermal Design Power (TDP) von 17 Watt ist die Recheneinheit dennoch sparsam; selbst anspruchsvolle Benchmarks inklusive WLAN-Empfang und voller Display-Helligkeit ließen die Leistungsaufnahme in unserem Test nicht die 30-Watt-Marke überschreiten. Unter absoluter Auslastung, die im Alltag eher selten vorkommt, erreichte das Envy-Ultrabook mit seinem 4-Zellen-Akku eine Laufzeit von gut 2,5 Stunden. Videos ließen sich fast 6 Stunden lang abspielen. Die von HP angegebenen 9 Stunden sind auch zu schaffen, dann aber mit kleinen Pausen oder Sparmaßnahmen. Wer beispielsweise nur Dokumente liest und auf den WLAN-Empfang verzichtet, muss erst nach dem Spitzenwert zum Netzteil greifen.
SSD im Speed-Mittelfeld
Um Intels Vorgaben zum schnellen Aufwachen aus dem Ruhemodus zu erreichen, sind die Ultrabooks zumindest mit einer kleinen Aushilfs-SSD bestückt. Teurere Konfigurationen wie das HP Envy 14 Spectre radieren günstige HDDs aus und berufen sich ausschließlich auf eine SSD. Das 128-GB-Modell im Spectre verhalf Windows 7 zu einem Start innerhalb von 20 Sekunden; wir hatten bereits diverse Programme installiert. Auch durch beschleunigtes Starten von Programmen macht sich der Flashspeicher bemerkbar. In unserem Benchmark-Test reichten die Schreib- und Leseraten allerdings nicht an die Ergebnisse der flotten SSDs im Dell XPS 13 und Asus Zenbook UX21E, die bisherigen Spitzenreiter, heran. Mehr als 128 GB Speicher lassen sich nicht ordern, da HP nur eine Konfiguration anbietet.
Auffällig: Das Envy 14 Spectre arbeitet schön leise. Nur bei aufwendigen Aufgaben wie Grafik- oder CPU-Benchmarks unter Volllast konnten wir dem Laptop Betriebsgeräusche entlocken. Der recht hohe Ton, den wir auch bei anderen Ultrabooks bemerkten, ist nicht der angenehmste, nach getaner Arbeit aber schnell wieder verstummt. Wer im Internet surft, mit Dokumenten hantiert oder im Energiesparmodus einen HD-Film abspielt, kann das in Stille erledigen.