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Montag, 16.07.2012 08:16

Fernsehen auf dem iPad: TV Apps, Tuner, Streaming

aus dem Bereich Computer

Ein weiterer Anbieter von Live-TV per Streaming ist Virtualsat.eu. Hinter dem Dienst steht die TeleOne GmBH mit Sitz in Wien in Österreich, die Satellitenfernsehen an ihre Kunden verteilt. Wie der Anbieter auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, funktioniert der Service wie folgt: Virtualsat betreibt innerhalb Europas Tausende von Satellitenanlagen, die jeweils 320 Nutzer mit TV-Signalen versorgen können. Die Programme werden anschließend über die Internetverbindung auf das Empfangsgerät des Kunden – ein Tablet, Smartphone, PC oder eine TV-Box – geschickt und sind dort innerhalb der entsprechenden App abrufbar. Die Senderliste umfasst derzeit 91 Kanäle, darunter 39 in deutscher Sprache. Der Vorteil gegenüber Zattoo: Auch die privaten Kanäle werden ausgestrahlt.

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Mobiles Fernsehen – Inhalt

  • Seite 1: Streaming-Box für PC und Mobilgeräte
  • Seite 2: DVB-T auf dem iPad und iPhone
  • Seite 3: Dailyme: Fernsehsendungen gratis und offline
  • Seite 4: Zattoo App: Live-TV in HD zum Mitnehmen
  • Seite 5: Virtualsat: Live-TV per Satellit mobil und stationär

Plattformvielfalt bei Virtualsat

Allerdings sind keine HD-Kanäle dabei; so knackscharf wie bei Zattoo HiQ ist die Bildqualität bei Virtualsat daher nicht, zumindest dann nicht, wenn sich beispielsweise ZDF_neo HD bei Zattoo mit den SD-Signalen von ZDF_neo bei Virtualsat vergleichen lassen muss. Bei den regulären SD-Sendern unterscheidet sich die Qualität nicht, wenn bei Virtualsat der High-Quality-Button (HQ) betätigt wird. Um eine reibungslose Übertragung zu erhalten, sollte sich das Tablet oder Handy an einem Ort mit stabilem WLAN- oder 3G-Empfang befinden. Aufgrund der permanenten Datenübertragung empfiehlt es sich, zuhause im kostenlosen WLAN fernzusehen oder aber eine Handy-Internet-Flat gebucht zu haben. Wer eine halbe Stunde fernsieht, muss mit etwa 120 MB Datenverkehr rechnen - bei niedriger Qualität. Bricht die Empfangsleistung ein, kann das Bild kurzzeitig stocken. Gelegentlich stellten wir auch fest, dass Ton und Bild asynchron übertragen wurden, insbesondere beim Umschalten im HQ-Modus. Nach einem Wechsel zur schwächeren Qualitätsstufe und erneutem Abrufen der besseren Qualität war das Angebot wieder stimmig.

Virtualsat auf dem iPad
Virtualsat ist auf Windows-PCs, Android-Handys, iPads und iPhones empfangbar. Unterstützung für Linux und Mac OS X soll folgen. Screenshots: onlinekosten.de

Anders als Zattoo ist der Satelliten-Service generell kostenpflichtig. Ein dreitägiger Zugang kostet 1 Euro, ein Monat 4,90 Euro, sechs Monate 27,90 Euro und ein ganzes Jahr 49,90 Euro. Im Rahmen einer Sonderaktion sinkt der Preis derzeit jedoch auf 29,90 Euro. Für den HQ-Button wird kein Aufpreis erhoben; er steht immer zur Verfügung.

Virtualsat Senderliste
Die Senderliste des Satelliten-Dienstes ist lang: Rund 90 Kanäle stehen bereit. Screenshots: onlinekosten.de

Virtualsat bietet neben einer App für das iPhone und iPad auch eine Anwendung für Android-Systeme und eine eigene Android-basierte Settop-Box an. Die iPhone-App ist noch nicht an das Retina-Display des neuen Tablets von Apple angepasst, Bedien-Buttons und Sender-Icons sehen daher leicht pixelig aus. Die einzelnen Kanäle werden in einer Liste untereinander eingeblendet und lassen sich direkt ansteuern, gezappt wird über die entsprechenden Schaltflächen. Bis der nächste Sender komplett angezeigt wird, vergehen etwa zwei bis drei Sekunden, wobei der Ton schon früher zu hören ist. Um mehr Übersicht zu erlangen, können die Lieblingssender per Betätigung des Sternchen-Buttons einer Favoritenliste hinzugefügt werden, unsere Versuche blieben jedoch erfolglos. Gesten unterstützt die App nur zum Verstellen der Lautstärke. Praktisch: Der Stream lässt sich pausieren und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Virtualsat Android App

Die Android-App, die wir auf einem Android-2.3.3-Smartphone mit 3,2-Zoll-Bildschirm ausprobieren, nutzt das gleiche Design; das erklärt die pixelige Darstellung auf dem iPad. Leider lässt sich die App nicht auf die Speicherkarte verschieben und besetzt daher zwangsläufig den Telefon-internen Speicher (rund 26 MB). Was während unseres kurzen Tests nicht funktionierte, war eine reibungslose Übertragung in hoher Qualität und unmittelbares Zapping. Oftmals reagierten die Buttons nicht auf unsere Eingaben und teilweise waren Bild und Ton kurzzeitig asynchron. Allerdings steckt das HQ-Streaming auch noch in der Entwicklung, so wird zusätzlich eine Beta-App für Smartphones mit Hardware-Beschleunigung in Google Play angeboten.

Da sich in den App-Märkten immer wieder TV-Apps finden, die aus rechtlicher Sicht zumindest bedenklich sind und kurze Zeit später wieder verschwinden, hakten wir bei Virtualsat in Bezug auf die Legalität des Dienstes nach. Wie uns der Anbieter mitteilte, kommt es während des Streamings nicht zu einer Vervielfältigung von Inhalten, da jedem Kunde ein eigener LNB-Anschluss an der Satellitenanlage zugeordnet ist. Virtualsat steht nach eigenen Angaben mit den Sendern in unmittelbarem Kontakt und erhält von diesen zum Teil bereits direkte Datensignale, im Gegenzug gibt der Anbieter anonyme Nutzerstatistiken an den Sender zurück. Daraus seien beispielsweise Informationen wie die Region, die konsumierten Sendungen und Einschaltzeiten ersichtlich.

red
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