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Mittwoch, 11.07.2012 12:16

Kim Dotcom bietet US-Justiz Ausreise in die USA an

aus dem Bereich Sonstiges

Kim Dotcom, der deutsche Gründer der Internet-Tauschplattform Megaupload, sorgt erneut für Schlagzeilen. Seit Anfang des Jahres hat sein Fall weltweit für Wirbel gesorgt. Bereits im Januar wurde Megaupload nach einer FBI-Razzia geschlossen und der in Neuseeland lebende Dotcom, der gebürtig Kim Schmitz heißt, verhaftet. Inzwischen ist er wieder auf freien Fuß und lebt in seiner recht pompösen Villa. Zudem hatte eine neuseeländische Richterin die Razzia bei Kim Dotcom für illegal erklärt. Die USA beschuldigen ihn der Verletzung des Urheberrechtsschutzes und fordern seine Auslieferung. Bislang vergebens: Die ursprünglich für den 6. August angesetzte Anhörung zum Auslieferungsvertrag wurde auf März des kommenden Jahres verschoben. Über Twitter hat Dotcom dem US-Justizministerium nun einen Deal für seine Ausreise in die USA angeboten.

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Ausreise nur bei Erstattung der Anwaltskosten

Der Megaupload-Gründer klagt in der neuseeländischen Zeitung "New Zealand Harald" über die Anhäufung eines Schuldenbergs durch hohe Anwaltskosten, da seine Konten von den Behörden eingefroren wurden. "Sie sitzen auf all meinem Geld. Ich habe kein Geld, um meine Anwälte zu bezahlen. Bei jedem Schritt den sie machen, wissen sie, dass ich meine Anwälte dahin schicken muss. Sie machen es so, dass ich langfristig keine Chance habe, mich selbst zu verteidigen," sagte Dotcom der Zeitung.

Als Bedingung für seine mögliche Ausreise in die USA fordert Kim Dotcom finanzielle Unterstützung und die Garantie für einen gerechten Prozess. Über Twitter wandte sich der Deutsche an das US-Justizministerium (Department of Justice / DOJ):"Hey DOJ, wir werden in die USA gehen. Auslieferung nicht nötig. Wir wollen Kaution, Freigabe der eingefrorenen Gelder für Anwälte und Lebenshaltungskosten."

Dotcom: US-Behörden wollen ihn finanziell austrocknen

Die Anwaltskosten Dotcoms gehen nach seinen Angaben in die Millionen, 22 Anwälte würden in verschiedenen Ländern für ihn an dem Fall arbeiten. Er habe aber bislang keinen Cent zahlen können. Die Justiz wolle ihn finanziell austrocken. Dotcom ist daher überzeugt, dass die US-Behörden seinen Vorschlag nicht annehmen werden: "Sie werden dem nie zustimmen, weil sie den Fall nicht gewinnen können und sie das bereits wissen", betont der 38-Jährige gegenüber der neuseeländischen Zeitung. Falls Kim Schmitz in den USA von einem Gericht verurteilt werden sollte, droht ihm dort eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.

red
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